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Thomas Tuchel löste Jürgen Klopp als Dortmunder Trainer ab © dpa Picture Alliance

Dortmund - Die Dortmunder bescheren Thomas Tuchel ein Traumdebüt als BVB-Coach in der Bundesliga. Gegen überforderte Gäste aus Gladbach trifft Mkitaryan doppelt.

Mit einer Glanzvorstellung hat Borussia Dortmund seinem neuen Trainer Thomas Tuchel ein spektakuläres Bundesliga-Debüt beschert.

Gegen eine völlig überforderte Borussia aus Mönchengladbach spielten sich die Westfalen beim 4:0 (3:0) phasenweise in einen Rausch und machten den euphorischen Fans nach einem Seuchenjahr mit dem zwischenzeitlichen Absturz auf den letzten Tabellenplatz wieder Appetit auf die neue Saison. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Tuchel feierte bei seinem Einstand gleich einen Rekord: Noch nie zuvor hatte ein Trainer seine erste Liga-Partie mit dem BVB so hoch gewonnen.

Damit ließ er Jürgen Klopp beinahe vergessen. Doch der 41-Jährige wollte davon bei Sky nichts wissen und würdigte explizit die Arbeit seines Vorgängers: "Wir können hier nicht so gewinnen, wenn Jürgen hier nur Mist gemacht hätte. Wenn in der jetzigen Arbeit etwas herausgestellt wird, will ich nicht, dass das als Kritik an Jürgen aufgefasst wird."

Marco Reus (15.), Pierre-Emerick Aubameyang (21.) und Henrikh Mkhitaryan (33.) legten vor 81.359 Zuschauern bis zur Halbzeit den Grundstein zum Auftaktsieg über den enttäuschenden Champions-League-Teilnehmer vom Niederrhein, dessen Auswärtsserie nach sieben Spielen riss: Zuletzt hatte Gladbach 1981/82 siebenmal in Folge auswärts nicht verloren. Nach dem Wiederanpfiff setzte Mkhitaryan (50.) den Torreigen fort.

Die Statistiken des Spiels © SPORT1

"Tolle Leistung mit schönen Toren"

"Damit war nicht zu rechnen. Wir wussten, wie schwer und zäh es gegen Gladbach werden würde. Und wir wussten, dass wir ans Limit gehen mussten. Es war eine tolle Leistung mit schönen Toren", sagte Tuchel. 

Weltmeister Mats Hummel freute sich über den perfekten Saisonstart mit den Siegen in der UEFA Europa League und im DFB-Pokal: "Vier Pflichtspiele, viermal zu Null, das lässt sich gut an. Was wir bisher spielen, ist sehr gut. Aber für zu großes Lob ist es noch zu früh." 

Gladbachs Trainer Lucien Favre haderte derweil mit der Leistung seines Teams: "Die Niederlage war klar verdient, Punkt. Dortmund war viel besser. Das Tempo war zu hoch für uns, das muss ich klar sagen."

Viel Tempo

Schon die ersten Minuten hielten, was die Paarung versprach. Mit viel Tempo und hochmotiviert übernahm der BVB das Kommando, wenngleich einige Kombinationen noch nicht mit der nötigen Präzision auf das Gladbacher Tor liefen. (DATENCENTER: Tabelle)

Das änderte sich spätestens beim Führungstor, als der Ball wie an der Schnur gezogen von Mats Hummels über Shinji Kagawa zu Reus gelangte. Der Nationalspieler wuchtete schließlich den Ball aus 14 Metern ins Netz.

Die Gäste versuchten gleich in der Anfangsphase mit einigen Kontern Zeichen zu setzen. Doch der Druck der Schwarz-Gelben erhöhte sich zunehmend, und Aubameyang traf per Kopfball nach einer Maßflanke von Marcel Schmelzer zum 2:0.

BVB kontrolliert Mittelfeld

Dortmund ließ kaum noch Angriffe der Gladbacher zu, eroberte schon im Mittelfeld den Ball und stellte die Gäste mit seinem schnellen Umschaltspiel vor große Probleme. So nach einem Ballverlust von Neuzugang Lars Stindl, den der BVB zu einem Bilderbuch-Konter über Aubameyang und Mkhitaryan zum vorentscheidenden 3:0 nutzte.

Bemühungen der Gladbacher um ein Comeback nach der Pause gingen prompt nach hinten los. Der BVB nutzte kleinste Fehler der Gäste eiskalt und kam durch Mkhitaryan nach Vorarbeit von Reus zum vierten Treffer. Und weitere waren gegen teilweise hilflose Gladbacher möglich, zumal Dortmund Ball und Gegner beherrschte und sich mit seinem variablen Spiel keine Blöße gab.

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