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Bremen - Trainer Andre Breitenreiter hat bei Schalke 04 binnen weniger Wochen den Turnaround geschafft. Der starke Auftakt in Bremen wird allerdings von einer Verletzung geschmälert.

Andre Breitenreiter ist offenbar der Stimmungsumschwung bei Schalke 04 gelungen.

Mit dem neuen Trainer ist binnen wenigen Wochen ein neuer Geist eingezogen.

Anders als unter seinem zögerlichen Vorgänger Roberto di Matteo suchten und fanden die Königsblauen beim klaren 3:0-Sieg gegen Werder Bremen ihr Heil im Angriff - erfolgreich und attraktiv zugleich (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse).

"Tore werden nur selten in der eigenen Hälfte geschossen. Wir übernehmen jetzt viel mehr die Initiative nach vorne, das kommt mir als Stürmer natürlich entgegen", sagte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der in der 85. Minute den Schlusspunkt setzte.

Ein unmissverständliches Dankeschön an den neuen Trainer, ohne den Namen des alten Coachs in den Mund zu nehmen.

Auch Geis lobt Breitenreiter

Breitenreiter gab das Lob gern und auch demonstrativ an seine Offensive zurück: "Wir waren eigentlich immer nach vorne gefährlich. Und wir haben unsere Chancen fast gnadenlos genutzt."

Mit seiner Art und seinem Umgang findet Breitenreiter viel Gefallen bei den Spielern.

"Er ist ein Kumpel-Typ für uns alle, er pusht uns ungemein. Wenn es auf den Trainingsplatz geht, fordert er sehr viel von uns. Ein harter Hund. Ihm ist es egal, wer Star ist, oder nicht. Die Trainingsleistung zählt und das lässt er uns spüren. Das macht den Erfolg hier aus", freute sich Neuzugang Johannes Geis nach dem überzeugenden Auftritt.

Achillessehnenriss bei Nastasic

Allerdings wurde die aufkeimende Euphorie von einer Hiobsbotschaft überschattet. Matija Nastasic musste verletzungsbedingt bereits nach einer Viertelstunde den Platz verlassen, am Abend wurde bei dem Serben in Münster ein Achillessehnenriss festgestellt.

Manager Horst Heldt hatte sich schon vor der Diagnose besorgt gezeigt: "Man muss davon ausgehen, dass da schon was dran ist an der Achillessehne."

Der längere Ausfall von Nastasic könnte die Königsblauen in der Defensive vor Probleme stellen.

Di Santo ausgepfiffen

Dagegen gibt es im Sturm höchstens Luxussorgen, selbst der diesmal schwache Franco di Santo dürfte in Kürze seine unbestrittenen Offensivqualitäten zur Geltung bringen kann.

Die Statistiken von Franco di Santo © SPORT1

An seiner alten Wirkungsstätte ließ sich der Südamerikaner von den Schmähungen der Bremer Anhänger doch mehr beeindrucken, als man vorher erwartet hätte.

Nach 62 Minuten hatte Breitenreiter ein Einsehen und holte den indisponierten 26-Jährigen in seinem 50. Bundesligaspiel vorzeitig vom Platz.

Aufmunterung gab es von Geis: "Jetzt hat er das schwerste Spiel der Saison schon hinter sich."

Für di Santo sprangen in der Hansestadt Huntelaar sowie Eric-Maxim Choupo-Moting (68.) in die Bresche, Bremens Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie half zudem mit einem kuriosen Eigentor (34.) (DATENCENTER: Tabelle).

 

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