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Eintracht Frankfurt v FC Augsburg - Bundesliga
Kurz vor Schluss kommt es zu einer Rudelbildung zwischen dem FCA und Frankfurt © Getty Images

Frankfurt am Main - Der FC Augsburg fühlt sich nach dem Remis bei Eintracht Frankfurt erneut vom Schiedsrichter betrogen. Dabei müssen sich die Schwaben auch an ihre eigene Nase fassen.

Markus Weinzierl wollte "eigentlich nichts mehr zum Schiedsrichter sagen", der vermeintlich zweite Punkteklau im zweiten Spiel aber brachte den Trainer des FC Augsburg schon wieder in Rage.

"Wir sind zwar selbst schuld, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Weinzierl nach dem 1:1 (1:0) bei Eintracht Frankfurt: "Wir sind aber definitiv nicht daran schuld, dass der Schiedsrichter das klare Foul vor dem Ausgleich nicht sieht."

Angeblich, so die einhellige Meinung von Weinzierl und Manager Stefan Reuter, hatte der Frankfurter Aleksandar Ignjovski vor dem späten Schlusspunkt durch Marco Russ (86.) den Augsburger Konstantinos Stafylidis regelwidrig vom Ball getrennt. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

"Mit gestrecktem Bein", motzte Reuter in den Katakomben der WM-Arena über die für ihn spielentscheidende Szene: "Klarer geht es nicht. Und wenn ich das nicht sehe, dann weiß ich auch nicht mehr." Sogar Frankfurts Trainer Armin Veh gab später zu, dass man "da sicher abpfeifen kann".

© SPORT1

Hitz: "Das ist kein Pech"

Schon in der vergangenen Woche war der Europa-League-Starter seinem Selbstverständnis nach von den Unparteiischen benachteiligt worden, als er gegen Hertha BSC wegen eines Foulelfmeters 0:1 verloren hatte.

Der Punktgewinn in Hessen war am Samstag daher eigentlich gar kein Gewinn, sondern "eine gefühlte Niederlage", betonte Augsburgs Mittelfeldspieler Daniel Baier. Auf jeden Fall war das Remis ein herber Dämpfer, den es so gar nicht hätte geben müssen - Foulspiel hin oder her. (DATENCENTER: Tabelle)

Denn eigentlich mussten die Augsburger die Schuld für den verschenkten frühesten Erfolg ihrer Bundesliga-Historie bei sich suchen. Hätten sie nach der Führung durch Caiuby (23.) nur eine der zahlreichen Konterchancen genutzt, wäre die folgende Schiri-Schelte gar nicht erst entflammt.

"Das ist definitiv kein Pech, wenn das so schlecht zu Ende gespielt wird", sagte Torhüter Marwin Hitz, während Baier eine "viel zu fahrlässige" Chancenverwertung sah und "sehr niedergeschlagen" die Heimreise antrat.

Veh irrt sich

Wenn in der kommenden Woche der Aufsteiger FC Ingolstadt zum bayerischen Derby gastiert, soll dann auch endlich der erste Dreier herausspringen. "Wir müssen zusehen, dass wir so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückkehren. Ich bin mir aber sicher, dass wir die Punkte bei uns behalten werden", sagte Angreifer Halil Altintop.

Das war übrigens auch der Plan der Frankfurter gewesen. Die Mannschaft des gebürtigen Augsburgers Veh enttäuschte aber auf ganzer Linie, "fußballerisch sehr bieder" sei der Auftritt seiner Schützlinge gewesen, sagte Veh.

Und Zuversicht für die kommenden Spiele strahlte der 54-Jährige bei seiner Analyse auch nicht wirklich aus. "Wir haben uns noch nicht gefunden und vieles verkehrt gemacht. Ich dachte, wir sind schon weiter", sagte Veh.

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