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Julian Draxler erzielte den Ausgleich gegen Darmstadt © Getty Images

Die Gerüchte um Julian Draxler reißen nicht ab. Nach dem Remis gegen Darmstadt reagiert Horst Heldt darauf sichtlicht genervt: Schalkes Manager platzt beinahe der Kragen.

Horst Heldt lachte und plauderte ganz entspannt über das Spiel. Zumindest so lange, bis die falsche Frage kam.

"Wenn mich noch ein einziger Journalist auf Julian Draxler anspricht, ticke ich aus", sagte der Sportvorstand von Schalke 04 und schoss einen stechenden Blick in die Runde. "Ein für alle Mal, zum letzten Mal beantworte ich das jetzt: Es gibt keinen Kontakt." Sekunden später, nächste Frage: "Noch mal ganz kurz zu Julian..."

So ist es eben derzeit bei S04. Die Königsblauen und ihr junger Weltmeister erleben den Sturm, der den VfL Wolfsburg und Kevin De Bruyne so heftig umtost - wenn auch ein, zwei Windstärken sanfter.

Heldt hat "keinen Bock mehr"

"Ich habe keinen Bock mehr, mir noch weiter den Mund fusselig zu reden", sagte Heldt nach dem enttäuschenden 1:1 (0:1) gegen Darmstadt 98. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Draxler (47.) hatte S04 mit seinem Flachschuss vor einer peinlichen Niederlage gerettet, das verstärkte den Wirbel noch. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Ja, einmal habe es Kontakt zu Juventus Turin gegeben, so betete Heldt es fast herunter. "Der wurde abgewiesen", seitdem sei nichts mehr gekommen: "Ich schlafe auch sehr gut. Neben meinem Bett steht kein Faxgerät." Dass Draxler (21) unersetzlich sei, habe er auch schon vor diesem Samstag gewusst.

© SPORT1

Draxler flieht mit Notlüge

Wer dieser Tage in den italienischen Zeitungen liest, muss glauben, Horst Heldts Fax brumme unentwegt. Derzeit soll Draxlers Kurs bei 20 Millionen Euro Ablöse plus sieben Millionen Euro Boni stehen.

Heldt, der ohnehin wohl erst ab 30, 35 Millionen Euro ernsthaft ins Überlegen käme, kommentiert die Zahlenspiele aus Turin schon lange nicht mehr. (DATENCENTER: Tabelle)

Draxler selbst stahl sich am Samstagabend mit einer kleinen Lüge davon. In weißem T-Shirt und blauer Sporthose hastete er durch die Katakomben, auf der Treppe drehte er sich um und rief grinsend: "Ich muss schnell nach Hause! Mein Bruder hat Geburtstag."

Auf die Frage, wie alt denn dieser werde, antwortete er schelmisch: "Mist, jetzt haben Sie mich ertappt. Ich meinte ja gerade auch seine Freundin..."

Bis zum 31. August im Schaufenster

Julian Draxler hat also ganz offensichtlich selbst keine große Lust mehr, das Objekt immer hektischerer Spekulationen zu sein.

"Gefangen im Schaufenster", schrieb die Süddeutsche Zeitung am Wochenende über ihn. Immerhin: In gut einer Woche wird dieses Fenster mit dem Ende der Transferzeit zugeschlagen. Bbesonders Horst Heldt dürfte den 31. August herbeisehnen. Zumal er - im Spaß, versteht sich - erzählt hat, er würde im Falle eines Verkaufes Ärger mit seinem Sohn Paul (5) bekommen.

Und den will er sicher nicht in Kauf nehmen.

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