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Anthony Ujah (l.) erzielt sein erstes Bundesliga-Tor für Werder Bremen © Getty Images

Berlin - Nach der Auftaktpleite gegen Schalke 04 sichert Werders Neuzugang bei Hertha BSC das Remis. Die Berliner haben bei zwei späten Alutreffern sogar noch großes Glück.

Kein Startrekord, aber Tabellenführer für eine Nacht: Hertha BSC hat durch ein 1:1 (1:1) im Heimspiel gegen Werder Bremen zumindest für 19 Stunden den FC Bayern als Spitzenreiter abgelöst (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse).

Das Team von Trainer Pal Dardai verpasste es aber, erstmals in der Klubgeschichte mit zwei Siegen in eine Bundesliga-Saison zu starten (DATENCENTER: Tabelle).

"Nach dem 1:0 hatten wir die Möglichkeit zum 2:0. Da haben wir unsere Chancen nicht gut ausgespielt und bekommen dann aus dem Nichts das 1:1. Am Ende hätte wir aber auch noch verlieren können. Das war aber insgesamt ein gutes Spiel", sagte Berlins Trainer Pal Dardai und schob nach: "Mit vier Punkten aus zwei Spielen bin ich zufrieden."

"Alte Dame" gibt den Ton an

Die über weite Strecken spielbestimmende Hertha war durch Valentin Stocker (6.) in Führung gegangen, ehe Stürmer Anthony Ujah mit seinem ersten Bundesliga-Tor für Werder der überraschende Ausgleich (26.) gelang (Zum Nachlesen: Das Spiel im TICKER).

"Wir haben nach der Führung ein bisschen nachgelassen, in der zweiten Halbzeit dann aber wieder alles besser gemacht", fand Torschütze Stocker.

Die Bremer verhinderten mit dem am Ende verdienten Punktgewinn eine Woche nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Schalke 04 einen kompletten Fehlstart.

"Hatten etwas gutzumachen"

"Wir hatten etwas gutzumachen. Wir haben am Schluss verdient einen Punkt mitgenommen, es wären beinahe sogar noch drei geworden. Aber ich bin auch so zufrieden", meinte SVW-Coach Viktor Skripnik nach dem Schlusspfiff.

Beim Führungstreffer von 56.376 Zuschauern im Olympiastadion war der Ball etwas glücklich bei Stocker gelandet. Der Schweizer Nationalspieler schoss den Ball dann unhaltbar für Werder-Keeper Felix Wiedwald unter die Latte ins Tor.

Der Treffer gab Hertha Rückenwind, im Strafraum fehlte den Gastgebern jedoch die Durchschlagskraft.

© SPORT1

Werder eiskalt

Werder war dagegen gnadenlos effektiv: Mit der ersten gefährlichen Aktion gelang Stürmer Ujah das 1:1. Der Nigerianer stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, nachdem er zuvor ein Kopfballduell gewonnen hatte.

"Wir haben nach dem unglücklichen Gegentor eine gute Reaktion gezeigt. Aber der Ausgleich noch in der ersten Halbzeit war sehr wichtig für uns", sagte Ujah.

Danach kamen die bis dahin äußerst passiven Gäste zunächst besser ins Spiel. Millionen-Neuzugang Aaron Johannsson, der sein Startdebüt für Werder feierte, blieb jedoch weitestgehend blass.

Weiser feiert Debüt

Zur zweiten Halbzeit kamen die Berliner mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Der auffällige Stocker scheiterte aber mit einer Doppelchance zur erneuten Führung: Zuerst zielte der Schweizer von der Strafraumgrenze etwas zu hoch (50.), dann wurde sein Schuss von Werder-Verteidiger Assani Lukimya gerade so abgeblockt (51.).

Die Bremer konzentrierten sich fast ausschließlich auf ihre Defensivarbeit und wagten sich kaum noch in den gegnerischen Strafraum. Das hätte Peter Pekarik beinahe mit dem 2:1 für Berlin bestraft, der Rechtsverteidiger traf aber nur das Außennetz (66.).

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff kam der aus München verpflichtete Mitchell Weiser zu seiner Premiere bei der Hertha.

Aluminium rettet für Hertha

Anschließend hatte Hertha aber Glück, als innerhalb von 60 Sekunden zunächst die Latte und dann der Pfosten die Gastgeber vor einem Rückstand bewahrten.

Zunächst wäre Sebastian Langkamp per Kopf fast ein Eigentor unterlaufen, Sekunden später traf Jannik Vestergaard ebenfalls das Aluminium.

In der 82. Minute feierte dann nach 482 Tagen verletzungsbedingter Zwangspause Alexander Baumjohann bei der Hertha sein umjubeltes Comeback.

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