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München - Der FC Bayern gewinnt das Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen souverän - auch dank Jubilar Thomas Müller. Der Unglücksrabe der Gäste ist Roberto Hilbert.

Roger Schmidt stapfte enttäuscht über den Rasen in der Münchner Arena, während der Tross des FC Bayern München mit seinen Fans feierte.

"Wir haben gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt, und das hat man auch gesehen", räumte der Trainer von Bayer Leverkusen ein. Der deutsche Rekordmeister fegte über weite Strecken förmlich über die Werkself hinweg, gewann ein intensives Spitzenspiel am Ende souverän mit 3:0 (1:0) und hat zumindest bis Sonntagabend wieder die Tabellenführung in
der Bundesliga übernommen. (DATENCENTER: Tabelle)

Für den Rekordmeister war es der dritte Sieg im dritten Spiel, während es für Bayer der erste Rückschlag in der Liga war. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Guardiola erkennt Probleme

Pep Guardiola war zwar zufrieden, fand trotz der Macht-Demonstration aber auch das eine oder andere Haar in der Suppe: "Wir haben Probleme mit dem letzten Pass", sagte der FCB-Coach: "Wir kreieren viele Torchancen, aber der letzte Pass ist nicht gut genug. Deswegen haben wir nur 3:0 gewonnen. Aber das ist in Ordnung. Wir haben gegen einen großen Konkurrenten gewonnen."

Großen Anteil am Erfolg hatte Jubilar Thomas Müller. Der Nationalspieler brachte die Bayern in der 26. Minute nach einem Pass des erneut bärenstarken Douglas Costa in Führung. Auch das 2:0 durch Foulelfmeter in der 60. Minute ging auf das Konto des Weltmeistes. In seinem 200. Bundesligaspiel waren es die Treffer Nummer 75 und 76 für den 25-Jährigen, in dieser Saison sind es schon fünf.

© SPORT1

Hilbert verursacht zwei Elfer

Den Strafstoß hatte der oft überforderte Roberto Hilbert gegen Arturo Vidal verursacht. Der Chilene setzte ansonsten beim ersten Duell gegen seinen Ex-Klub, für den er von 2007 bis 2011 gespielt hatte, keine großen Akzente.

Das 3:0 erzielte der ebenfalls überzeugende Arjen Robben per Handelfmeter (71.), erneut verursachte Hilbert den Strafstoß. Insgesamt war er der siebte seit seinem Dienstantritt im Sommer 2013 in Leverkusen. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Alaba als Abwehrchef

Guardiola musste in der Innenverteidigung nach den Ausfällen von Jerome Boateng (gesperrt), Medhi Benatia (verletzt), Javi Martinez und Holger Badstuber (beide Reha) improvisieren. David Alaba rückten ins Abwehrzentrum der Dreierkette und machte seine Sache genauso gut wie Xabi Alonso, der bei Ballbesitz des Gegners ebenfalls nach hinten rückte. 

Für Dante war trotz der Personalnot dagegen erneut kein Platz in der Startelf. Der Brasilianer wird die Münchner wohl in den nächsten Tagen verlassen. Wolfsburg gilt als Favorit.

Zweimal Aluminium

Die Bayern fanden zunächst gegen die aggressiv und weit vorne attackierenden Gäste kaum Lücken. Der Spielfluss litt immer wieder auch durch nicklige Attacken auf beiden Seiten. So sahen die 75.000 Fans ein äußerst intensives Bundesligaspiel, in dem die Münchner nach knapp einer halben Stunde eiskalt zuschlugen.

Kurz nach der Führung hatte Costa Pech, als er nur die Latte traf. Auf der Gegenseite krachte allerdings auch ein Freistoß von Hakan Calhanoglu ans Aluminium (37.).

Kießling mit Doppel-Chance

Auch nach dem Wechsel hatte Bayer die erste Chance. Doch Stefan Kießling scheiterte erst an Manuel Neuer, danach rettete Alaba kurz vor der Linie.

Bayern hatte nun mehr Platz bei Kontern. Es fehlte aber zunächst die nötige Konsequenz oder wie bei Robert Lewandowski (54.), der von Bernd Leno angeschossen wurde, das nötige Glück - bis die beiden Elfmeter die Partie entschieden.

Leverkusens Keeper verhinderte am Ende sogar noch einen höheren Sieg der Münchner, während Bayer nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

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