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Christian Seifert ist Geschäftsführer der DFL
Christian Seifert ist Geschäftsführer der DFL © Getty Images

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert geht hart mit dem Nachwuchs des DFB ins Gericht. Die Liga investiere viel in Talentförderung, doch es komme zu wenig dabei heraus.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat das Abschneiden der DFB-Junioren bei den vergangenen Turnieren und die Aufarbeitung der schwachen Ergebnisse in der Folge kritisiert.

"Wenn ich mir ansehe, was DFB und Liga insgesamt in die Talentförderung investieren, ist das, was unter dem Strich herauskommt, in den letzten Jahren zu wenig", sagte Seifert der Sport Bild (Mittwochausgabe).

Vor allen Dingen mit der Fehleranalyse ist der 46-Jährige unzufrieden. "Da sind mir einige Antworten zu früh gegeben worden: Dass vielleicht die Individualität fehlt oder wir vielleicht zu viel Wert auf Taktik gelegt haben. Das ist mir zu viel 'vielleicht'", meinte Seifert und forderte: "DFB und Liga müssen sich sehr genau ansehen, ob die Ausbildung im Jahr 2015 noch so gut ist, wie sie sein müsste."

Nach Meinung von Seifert liegt der Schlüssel für künftige Erfolge in der Schulung der Talente.

"Wir brauchen die beste Ausbildung der Welt. Weil die mit vergleichsweise wenig finanziellen Mitteln zu realisieren ist und enorm viel bewegen kann", sagte der DFL-Funktionär.

Die vier Nachwuchsteams U21, U20, U19 und U17 waren bei den diesjährigen Welt- beziehungsweise Europameisterschaften leer ausgegangen.

Damit hält die Durststrecke des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ohne Titel im männlichen Junioren-Bereich seit dem WM-Triumph der Nationalmannschaft 2014 an.

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