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Thomas Müller und Pep Guardiola
SPORT1-Redakteur Mathias Frohnapfel kommentiert die Auswechslung von Thomas Müller durch Pep Guardiola (v.l.) © SPORT1/Getty Images

München - Bayern-Trainer Pep Guardiola nimmt erneut in einem wichtigen Spiel Thomas Müller vom Platz. Nach der Pleite sollten die Bayern Wolfsburg als Rivalen richtig ernst nehmen. Die SPORT1-Meinung.

Der beste Elfmeterschütze des FC Bayern schaute zu. Wieder einmal. Wie im DFB-Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund erging es Thomas Müller jetzt auch im Supercup.

Natürlich kann niemand beantworten, ob die Münchner mit Müller die Trophäe gewonnen hätten. Und doch hat sich Pep Guardiola mit dem Weltmeister erneut verkalkuliert. Der Bayern-Trainer tauschte Müller in der 84. Minute beim Stand von 1:0 aus, es folgte Wolfsburgs Ausgleich und die Pleite im Elfmeterschießen.

"Müller spielt immer", hat Louis van Gaal, einer der Vorgänger Guardiolas beim FC Bayern, einst gesagt. Der aktuelle Bayern-Coach sieht das anders, und häufig fällt es ihm auf die Füße. Das letzte Elfmeterschießen gewann Bayern im DFB-Pokal im April. Im Viertelfinale in Leverkusen. Müller trat als erster Schütze an und traf.

In Wolfsburg vergeigte Xabi Alonso seinen Versuch. In der Form von Wolfsburg wird es für den Spanier schwer werden, seinen Stammplatz zu halten. Alonso spielte viele Sicherheitspässe, wirkte in manchen Aktionen schwerfällig.

Ganz anders präsentierten sich dagegen Douglas Costa und Arjen Robben. Die Münchner waren offensiv deutlich gefährlicher als der VfL, hätten den Sieg verdient gehabt. Vor allem Neuzugang Costa gefiel mit seinen Dribblings und Tempo. Und auch der zweite Neu-Bayer demonstrierte, weshalb er für die Münchner noch sehr wichtig werden könnte: Arturo Vidal rackerte und kämpfte, gab so dem Team einen Schub.

Dass es doch nicht reichte, erinnerte an Fehler der Vorsaison. Die Konzentration fehlte im Endspurt, die Konteranfälligkeit wurde ein weiteres Mal aufgedeckt.

Ab Saisonstart wird sich zeigen, ob das auch ein Fingerzeig für die Meisterschaft ist. Die Wolfsburger haben demonstriert, dass sich auch gegen die scheinbar übermächtigen Bayern ein Rückstand drehen lässt.

Und die Elfmeter versenkten sie äußerst abgezockt. Weder Max Kruse noch Andre Schürrle oder Joker Nicklas Bendtner schlotterten vor Welttorhüter Neuer die Knie. Im Gegenteil. Das gewachsene Wolfsburger Selbstvertrauen wird der Spannung in der Liga gut tun.

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