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Felix Magath coachte zuletzt den FC Fulham
Felix Magath coachte zuletzt den FC Fulham © Getty Images

Für Felix Magath ist die Premier League dem deutschen Oberhaus strukturell weit voraus. Die 50+1-Regel sei "antiquiert" und der Einstieg von Investoren "kein Untergang".

Der frühere Meistertrainer Felix Magath sieht die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga im internationalen Vergleich ernsthaft in Gefahr.

"Die Bundesliga droht, dramatisch den Anschluss zu verlieren", schrieb der 62-Jährige in seiner Kolumne im Kölner Express und der Hamburger Morgenpost: "Auch wenn die Wahrheit weh tut: Unsere Elite-Liga kann mit England nicht mithalten."

In Sachen internationale Vermarktung und klare Strukturen habe die Premier League einen "deutlichen Vorsprung". Die Bundesliga sei den "Weg der Professionalisierung" dagegen "nicht wirklich konsequent gegangen.

Die größte Innovationsbremse ist der strukturelle Stillstand", sagte Magath und kritisierte in Deutschland ein "romantisiertes Vereins-Ideal", das zu einem "Festhalten an einer antiquierten 50+1-Regel" führe.

"Dass wir jetzt schon sportlich hinterlaufen, hat sich in der letzten Europapokal-Saison gezeigt", warnte der ehemalige Nationalspieler: "Die Bayern-Erfolge haben den Blick auf die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga lediglich verzerrt."

In vielen internationalen Ligen seien längst Investoren tätig. "Dass damit kein Untergang der eigentlichen Fußball-Kultur einhergeht, zeigt ja gerade England, deren Tradition, Fair Play und Fan-Kultur hierzulande oft neidisch betrachtet wird", so der Europameister von 1980.

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