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Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke findet, der Trick von Douglas Costa gegen Bayer Leverkusen war unnötig. SPORT1-Experte Thomas Strunz ist dagegen begeistert.

Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom 1. FC Köln findet den spektakulären Trick von Bayern-Neuzugang Douglas Costa im beim 3:0-Sieg der Münchener gegen Bayer Leverkusen unnötig.

"Es ist schön anzuschauen - keine Frage. Aber es hat natürlich keinen Effekt. Außer den Effekt, zu zeigen, was ich kann und dass ich den anderen düpieren kann", kritisierte Schmadtke im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

"Braucht man nicht"

Costa hatte sich den Ball gegen Ende der Partie mit beiden Beinen selbst über den Kopf gelupft und war so an Julian Brandt vorbeigezogen.

Schmadtke dazu: "Man muss es auch nicht überbewerten, aber es ist schön anzuschauen. Wenn er den Richtung Tor mitnimmt und dann ein Tor erzielt oder eine Torchance erarbeitet, ja dann: Super! Dann finde ich, ist das super Handwerk. In dem Fall ist es einfach nur 'nice to have', aber braucht man nicht."

Direkt nach dem Spiel hatte sich auch Costas Teamkollege Arjen Robben kritisch über die Einlage des Brasilianers geäußert.

"Das ist zweifelhaft", mahnte Robben auf SPORT1-Nachfrage: "Man muss schon aufpassen. Das ist Zirkus", sagte Robben und führte weiter aus: "Klar ist das schön für das Publikum, aber man darf nicht vergessen, dass man dem Gegner auch beim Stand von 3:0 respektieren muss."

"Zuschauer finden das fantastisch"

SPORT1-Experte Thomas Strunz findet Kritik an Costas Trick dagegen unbegründet: "Die Zuschauer gehen ja auch ins Stadion, um solche Kabinettstückchen zu sehen. Ob es jetzt bei 3:0 ist oder 0:0 – davon lebt der Fußball. Wir diskutieren darüber. Die Zuschauer finden das fantastisch, wenn sie sowas sehen. Das ist doch wunderbar. Das ist doch auch ein Stück Show-Geschäft, indem wir uns bewegen."

Edmund Stoiber - ehemaliger bayrischer Ministerpräsident und jetziged Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern - sagte: "Man geht ja auch ein Risiko ein. Wenn einer so ein Kabinettstückchen zeigt, das kann ja auch wirklich danebengehen."

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