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© SPORT1 / getty

In seiner Doppelpass-Kolumne spricht SPORT1-Experte Thomas Strunz über die Lehren aus dem ersten Spieltag. Bei Mönchengladbach fehlt ihm vor allem die Balance.

Hallo Fußball-Fans,

die neue Saison hat vielversprechend begonnen. Viele Tore, toller Fußball, starke Aufsteiger.

Ich wünsche mir vor allem, dass die Liga den Bayern Paroli bietet. Und ich habe Hoffnung, dass der Kampf um die Meisterschaft dieses Jahr spannender wird.

Offensiv ist Bayer Leverkusen richtig stark, auch Dortmund und Schalke haben am ersten Spieltag überzeugt.

Schalke hatte schon im vergangenen Jahr gute Spieler, aber keine Mannschaft. Es gab weder Hierarchie noch Struktur. Andre Breitenreiter hat es bisher geschafft, diese Probleme abzustellen.

Auch die Dortmunder haben sich gegen Gladbach in vielen Bereichen deutlich stärker gezeigt als letzte Saison. In diesem Jahr wird der BVB unter Thomas Tuchel auf jeden Fall oben dabei bleiben. Und ich hoffe, dass sie auch in der Europa League durchstarten.

Die Gladbacher haben Dortmund allerdings viel zu viele Räume gelassen. Die Balance hat überhaupt nicht gestimmt. Gerade mit Lars Stindl im Zentrum war man überhaupt nicht so kompakt wie in der letzten Saison.

Ich war auch über die Aufstellung überrascht, mit den weniger erfahrenen Andreas Christensen und Marvin Schulz in der Startelf, dagegen saß Patrick Herrmann auf der Bank.

Die Frage wird sein, ob Lucien Favre ein System mit einem klaren Mittelstürmer entwickeln kann, in dem auch die Stärken von Josip Drmic zum Tragen kommen. Das wird die große Aufgabe sein, aber es hat schon mit Luuk de Jong nicht funktioniert.

Lucien Favre hat noch sehr viel Arbeit vor sich.

Bis demnächst,

euer Thomas Strunz

Ex-Nationalspieler Thomas Strunz ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Berthold ab.

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