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Schalkes ehemaliger Trainer Mirko Slomka findet die Leistungen von Andre Breitenreiter in Paderborn nicht gerade überwältigend. Politiker Wolfgang Bosbach sieht das anders.

Ex-Schalke-Trainer Mirko Slomka hat die Leistungen des neuen Knappen-Coaches Andre Breitenreiter beim SC Paderborn eingeordnet.

Slomka widersprach im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der Breitenreiters Arbeit beim Absteiger als "spektakulär" bezeichnet hatte: "Sie haben gesagt: 'Spektakuläre Arbeit mit Paderborn.' Ja, in der Hinserie schon. Aber am Ende sind sie Tabellenletzter gewesen", stellte er klar.

"Ganz klar das Format für Schalke"

Der 47-Jährige weiter: "Man darf das jetzt auch nicht verklären. Wenn man mit Paderborn gleich wieder absteigt, ist es auch nicht spektakulär. Spektakulär wäre gewesen, vielleicht in der Relegation zu landen und es dann noch zu schaffen."

Bosbach verteidigte Breitenreiter: "Das ist richtig, aber mir hat die Art gefallen, wie Paderborn gespielt hat über die ganze Saison. Sie haben sich nie hinten reingestellt. Sie haben auch gegen Topmannschaften versucht, mitzuspielen."

Slomka war 2008 bei den Königsblauen entlassen worden. Er berichtete aus eigener Erfahrung: "Die Art interessiert auf Schalke niemanden. Nur Punkte!"

Der Coach, der viele Jahre in Hannover arbeitete, stellte aber auch klar: "Breitenreiter hat ganz klar das Format für Schalke 04, denn er ist ein Hannoveraner. Auf Schalke ist es wichtig den Nachwuchs zu integrieren."

Lob für Tuchel

Slomka kritisierte auch die fehlende Zielsetzung beim FC Schalke: "Ich halte nichts davon, wenn auf Schalke gesagt wird, wir wollen unsere Fans begeistern. Ein Verein muss seiner Mannschaft immer ein klares Ziel vorgeben. Das muss bei Schalke die Champions League sein. Diese Mannschaft muss mit Selbstbewusstsein vollgepackt werden."

Die Entscheidung bei Borussia Dortmund für Trainer Thomas Tuchel als Nachfolger von Jürgen Klopp kann er nachvollziehen: "Thomas Tuchel hat einen ganz klaren Plan für das Spiel. Thomas Tuchel weiß genau, wie er mit dieser Mannschaft umgehen muss", lobte er.

Das Finanzgefälle zwischen der Premier League und der Bundesliga findet Slomka nicht dramatisch: "Wir dürfen die Bundesliga nicht schwach reden. Sportlich sind die deutschen Clubs im Vergleich zu den Englischen viel erfolgreicher", merkte er an.

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