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Stuttgarts Sportdirektor Robin Dutt verteidigt den von Trainer Zorniger praktizierten Power-Fußball. SPORT1-Experte Thomas Berthold sieht den des VfB allerdings kritisch.

Sportdirektor Robin Dutt vom VfB Stuttgart sieht die Schwaben nach dem Saisonstart mit null Punkten aus zwei Spielen in einer komplizierten Situation.

"Wir haben jetzt einen Balanceakt. Einerseits darfst du nicht sagen: Nur weil wir jetzt gut gespielt haben, spielen wir automatisch nächste Woche wieder gut. Das andere Extrem ist natürlich, dass sich nicht irgendwas im Kopf verfestigen darf, dass der Glaube wieder verloren geht", sagte Dutt im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 in Hinblick auf den von Trainer Alexander Zorniger propagierten "Power-Fußball".

SPORT1-Experte Thomas Berthold sieht das neue taktische Konzept beim VfB dagegen kritisch.

"Was soll das eigentlich heißen, 'Power-Fußball'? Ich bin der Meinung: Bei einer Spitzenmannschaft ist das Thema Ballbesitz. Die Dortmunder zum Beispiel wollen jetzt weniger laufen und mehr Ballbesitz haben", so Berthold.

Und weiter: "Ich bin der Meinung, über eine lange Saison gesehen musst du effektiv Fußball spielen. Du kannst nicht nur rennen, rennen, rennen. Irgendwann bist du mausetot.

Dutt widersprach dem Weltmeister von 1990: "Wenn Thomas sagt: Der Ballbesitz ist das Thema, dann ist das ja richtig. Also wollen wir dem Gegner keinen Ballbesitz lassen. Also wollen wir ihn, wenn er den Ball hat permanent attackieren und unter Stress bringen."

Er ist sicher, dass der neue Stil in Stuttgart erfolgreich sein wird: "Wenn du mit den Spielern sprichst, merkst du: Sie haben richtig Lust auf diese Art und Weise. Sie wollen einfach für einen eigenen Stil stehen. Sie wollen sagen: 'Das ist unser VfB-Stil."

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