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Weltmeister Christoph Kramer spricht bei SPORT1 seinen Start bei Bayer, die Unterschiede zu Gladbach und sein Leben in der als bekanntes Gesicht in der Öffentlichkeit.

Weltmeister Christoph Kramer ist zwei Tage vor dem ersten Auftritt mit Bayer Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim (ab 15 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) bereit für das neue Kapitel in seiner Karriere.

Mit seinem Wechsel von Mönchengladbach zu seinem neuen, alten Klub Bayer Leverkusen ist Kramer überzeugt, den richtigen Schritt gemacht zu haben.

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich meinen Klub selbst bestimmen will. Ich bin mein eigener Mensch", sagte der 24-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

Nach wenigen Wochen bei Bayer erkennt Kramer einen wesentlichen Unterschied in der Spielweise. "In Gladbach ist alles kontrolliert, strukturiert. In Leverkusen hat man auch mal einen geplanten Ballverlust. Es ist viel Tempo im Spiel, das wirkt für den neutralen Zuschauer attraktiver. Es wird viel gejagt, es ist ein geplantes Chaos", erklärt Kramer.

Christoph Kramer über ...

... den Wechsel zurück nach Leverkusen:

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich meinen Klub selbst bestimmen will. Ich will diese Entscheidungen selbst treffen. Ich bin mein eigener Mensch. Die Gespräche haben mich von Anfang an überzeugt. Mir gefällt der andere Ansatz von Fußball, den man in Leverkusen hat. Den wollte ich in frühen Jahren. Mit Sportdirektor Rudi Völler hatte ich auch ein gutes Gespräch. Der Kontakt ist immer bestehen geblieben. Ich musste mich nicht lange entscheiden."

... den Typen Rudi Völler:

"Er hat zu allen Themen eine unheimlich klare Meinung. Gerade in der heutigen Zeit, wo man mit einer eigenen Meinung häufig aneckt. Auch wenn man nicht unbedingt immer seiner Meinung ist, ist seine klare Meinung doch immer nachvollziehbar. Und das ist etwas, was mir gefällt."

... Leverkusens "anderen Ansatz" vom Fußball:

"In Gladbach ist alles kontrolliert, strukturiert. Man kommt über den Ballbesitz. In Leverkusen hat man auch mal einen geplanten Ballverlust. Man spielt viel auf zweite Bälle. Es ist viel Tempo im Spiel. Das wirkt für den neutralen Zuschauer attraktiver. Es wird viel gejagt, es ist ein geplantes Chaos. Das gefällt mir gut, auch wenn ich auch mit Gladbach viel Spaß hatte. Es ist schön, wenn man ein paar andere Seiten am Fußball kennen lernt."

... den Anspruch, Stammspieler zu sein:

"Ich bin Nationalspieler. Ich habe gezeigt, dass ich Fußball spielen kann, auch auf gutem Niveau. Ich will mir nichts herausnehmen, aber ich bin nicht hier hingekommen, um nicht zu spielen. Ich habe Spaß am Spielen, das steht im Vordergrund.

... persönliche Veränderungen seit seiner Erfolge:

"Als Mensch habe ich mich gar nicht so extrem verändert. Man verarbeitet nicht immer direkt das, was geschehen ist. Bei mir sind viele krasse, besondere Dinge passiert. Ich habe meine Zeit gebraucht, die zu verarbeiten. Manchmal zwicke ich mich heute noch und frage mich, ob das wirklich alles passiert ist in dieser kurzen Zeit. Ob Misserfolg oder Erfolg, das sollte einen Menschen aber nicht verändern."

... das Privatleben der Fußballstars im Fokus der Medien:

"Das verdirbt mir nicht den Spaß. Ich mache das alles freiwillig. Ich habe aber auch immer Bewacher, die mir zur Seite stehen und gucken, dass ich alles richtig mache. Dass im Privatleben mal Leute Fotos von einem machen wollen, passiert jetzt öfter, gerade auch nach der WM. Aber das ist ja auch etwas, wonach man gestrebt hat. Dass man mit dem Fußball so erfolgreich ist. Das gehört einfach dazu. Es gibt wirklich Schlimmeres, als dass man mit kleinen Kindern Fotos macht. Ich war auch mal klein und wollte Fotos von Fußballern. Ich habe super viel Spaß am Fußball und will das noch ganz lange machen."

... das frühe Karriereende von Marcell Jansen und seine eigenen Pläne:

"Solange ich Spaß am Fußball habe, spiele ich so lange, wie es geht. Bei meinem jugendlichen Köper geht es ziemlich lange! Ich verstehe aber alle, die sagen, dass sie es nach zehn Jahren nicht mehr möchten. Ich habe so viel Spaß, dass ich das mein ganzes Leben lang machen könnte. Aber man weiß ja nie, wie sich alles entwickelt. Vielleicht habe ich ja in zwei Jahren doch keinen Spaß mehr und höre mit 26 auf."

 

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