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Hoffenheim-Coach Markus Gisdol kann seine Verbannung auf die Tribüne beim 1:1 gegen Borussia Dortmund nicht nachvollziehen - und verweist auf Pep Guardiola.

Trainer Markus Gisdol von 1899 Hoffenheim hat erbost auf seinen Tribünenverweis reagiert und wirft den Schiedsrichtern vor, mit zweierlei Maß zu messen.

"Das ist ein absoluter Witz! Das kann und darf nicht sein, dass der Schiedsrichter da so eingreift", sagte Gisdol nach dem 1:1 (1:0) gegen Borussia Dortmund.

Gisdol verweist auf Guardiola

Der 1899-Coach war von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) in der 52. Minute auf die Tribüne geschickt worden, nachdem er den vierten Offiziellen während einer Beschwerde am Arm gezogen hatte.

"Da hätte allein Pep Guardiola vom FC Bayern schon fünf mal auf die Tribüne gemusst, so wie der die vierten Schiedsrichter umarmt und anfasst", sagte Gisdol: "Da stimmen die Verhältnisse nicht. Ich fasse ihn einmal an und fliege deswegen auf die Tribüne. Vielleicht hat er eine Anfassphobie, ich weiß es nicht. Das können wir uns als Trainer nicht bieten lassen, dass ein Schiedsrichter so ins Spiel eingreift. Das geht zu weit!"

Auch Hoffenheims Direktor Profifußball Alexander Rosen sprang seinem Trainer mit ebenfalls sehr deutlichen Worten zur Seite: "Schlechter als die Leistung des Schiedsrichters war nur noch sein Auftreten. Peinlich. Das ein Trainer dann fast schon liebevoll am Unterarm zupft und sagt, dass es kein Abseits war, dafür muss man Verständnis haben. Diese Schiedsrichter-Leistung war eine glatte Sechs."

Gisdol nicht ganz unschuldig

Ganz unschuldig war Gisdol, den nun mindestens eine Geldstrafe durch den DFB droht, an seinen Verweis auf die Tribüne allerdings nicht.

Von Beginn an monierte er an der Seitenlinie lautstark Entscheidungen von Welz und lieferte sich immer wieder Diskussionen mit dem vierten Offiziellen Wolfgang Stark.

"In unserer Lage hat meine Mannschaft aktives Coaching gebraucht", rechtfertigte Gisdol sein Verhalten: "Außerdem hat mir Herr Stark in ganz vielen Situationen Recht gegeben."

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