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Vedad Ibisevic beendete seine Torflaute nach 1419 Minuten
Vedad Ibisevic beendete seine Torflaute nach 1419 Minuten © Getty Images

Berlin und München - Berlins Neuzugang beendet nach 1419 Minuten seine Torflaute und legt in der Nachspielzeit nach. Hertha zieht in der Tabelle an Köln vorbei, das erstmals ohne Tor bleibt.

Mit seinen ersten Toren nach 601 Tagen hat Neuzugang Vedad Ibisevic Hertha BSC zum zweiten Heimsieg der Saison geführt und den Höhenflug des 1. FC Köln vorerst gestoppt. Der 31-Jährige (43./90.+4) traf beim 2:0 (1:0)-Erfolg doppelt und schoss die Berliner damit am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga auf die europäischen Plätze.

"Das ist eine große Erleichterung", sagte Ibisevic: "Die Mannschaft hat mich toll unterstützt. Ganz wichtig für uns war auch, dass es vor heimischem Publikum mit dem Sieg geklappt hat."

Erstes Tor seit Januar 2014

Lange Zeit war vom ehemaligen Stuttgarter nichts zu sehen gewesen, doch kurz vor der Halbzeit löste sich der 63-malige bosnische Nationalspieler von seinem Gegenspieler Frederik Sörensen und köpfte aus dem Lauf punktgenau ein. Es war das erste Tor von Ibisevic nach 20 Monaten, am 29. Januar 2014 hatte er im Dress des VfB Stuttgart gegen Bayern München getroffen.

In der Nachspielzeit blieb er frei vor Timo Horn erneut eiskalt. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

© SPORT1

"Ich habe immer gesagt, dass wir wissen, was er kann", sagte Hertha-Coach Pal Dardai bei Sky: "Er hat unsere ganze Offensive tierisch verbessert. Wir sollten nächstes Mal das zweite Tor vielleicht früher machen. Aber trotzdem: Es war eine tolle Leistung gegen einen guten Gegner."

Der so gut in die Saison gestartete 1. FC Köln holte sich nach dem 2:6 gegen Eintracht Frankfurt derweil seine zweite Saisonniederlage ab und verlor in der Tabelle den Anschluss an die Spitzengruppe. Die Kölner waren spielerisch nicht unterlegen, zeigten aber etwas zu wenig Herzblut.

Hertha bekommt Elfer nicht

Vor 40.181 Zuschauern tat sich auch Hertha lange Zeit schwer. Zwar waren die Hauptstädter offensiver als zuletzt eingestellt und hatten in Salomon Kalou für Tolga Cigerci im Angriff eine weitere Anspielstation, doch über die Flügel wurde zu wenig Gefahr entwickelt. Das Spiel der Dardai-Elf blieb leicht durchschaubar. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels).

Dennoch hätte es schon in der 12. Minute einen Elfmeter für die Berliner geben müssen, als Dominique Heintz Kalou im Strafraum von den Beinen holte. Schiedsrichter Florian Meyer ließ weiterspielen.

Köln spielte anschließend munter mit Köln und antwortete mit der ersten Chance.

Nach einem Freistoß kam der aufgerückte Kevin Vogt frei vor dem Tor zum Kopfball, doch Herthas Keeper Rune Jarstein reagierte aufmerksam. Der Norweger machte als Ersatz für Stammtorwart Thomas Kraft (Rippen- und Schlüsselbeinprellung) auch in weiteren Szenen bei seiner Heimpremiere eine gute Figur. Kurz vor der Pause wäre er jedoch machtlos gewesen, als Leonardo Bittencourt den Pfosten traf.

Weiser rettet auf der Linie

Köln hatte auf Kontinuität gesetzt und mit der selben Elf wie beim 1:0-Derbysieg gegen Mönchengladbach am Samstag begonnen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Die Mannschaft von Trainer Peter Stöger agierte wie gewohnt aus einer sicheren Defensive, hatte aber vor allem vor der Halbzeit einige gute Szenen vor dem Tor. Als die Geißböcke zur zweiten Halbzeit beim Stande von 0:1 das Kommando übernehmen mussten, zeigte sich aber auch die Kreativ-Schwäche der Domstädter.

Hertha blieb indes über Konter gefährlich. Erneut Ibisevic (49.) und Kalou (53.) scheiterten knapp. Stocker (57.) vergab völlig freistehend. Köln kam nur noch gelegentlich vor das Berliner Tor. In der 64. Minute musste Mitchell Weiser allerdings für den schon geschlagenen Jarstein auf der Linie retten. Bitter für Köln: Neben dem Spiel verloren die Domstädter auch Mittelfeldmann Vogt, der mit Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung ausschied.

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