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München - Nach fünf Saisonspielen und dem 1:3 in Mainz steckt 1899 Hoffenheim schon in der Krise. Die prominenten Abgänge schmerzen - und Trainer Markus Gisdol fehlt ein Plan.

Misserfolg ist die eine Sache. Ratlosigkeit die andere. Die TSG 1899 Hoffenheim plagen derzeit beide Probleme und das wiegt besonders schwer: Keine Punkte und keine Ahnung, woher die in Zukunft kommen sollen.

Am Freitagabend kassierte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol eine 3:1-Pleite beim bisher recht forsch aufspielenden FSV Mainz 05. (SERVICE: Die Bundesliga-Tabelle)

Ein einziges  Unentschieden gelang den Hoffenheimern in den ersten fünf Bundesliga-Spielen, sie könnten Samstagabend auf einen Abstiegsplatz abstürzen.

"Es gelingt keinem was"

Kapitän Pirmin Schwegler tat nach dem Spiel in Mainz das, was ihm in seinem Amt in so einer Situation wenigstens übrig blieb – er platzierte eine markige Parole: "Jetzt wird sich zeigen, wer Eier in der Hose hat."

Ein konkreter Plan, wie sich Spiele gewinnen ließen, würde sicherlich zudem helfen. "Wir müssen jede Woche Erklärungen suchen, das ist extrem schwierig", gab Schwegler zu.

Nationalspieler Kevin Volland stellte recht resigniert fest: "Irgendwie fehlt es zur Zeit an Selbstvertrauen, es gelingt keinem was."

Die Abgänge schmerzen

So schaute Hoffenheim dann beeindruckt dem Mainzer Yunus Malli zu, der ihnen mit einer Selbstverständlichkeit drei Tore einschenkte, die neidisch macht. "Der nimmt sich das Ding und haut ihn rein – das ist der Unterschied", sagte Volland.

Einen Unterschied macht allerdings auch, dass die Mainzer ihre Sommerpause offensichtlich cleverer genutzt hatten als die Hoffenheimer.

Während der FSV als Dritter ins Wochenende gehen durfte, blieb bei der TSG die Erkenntnis, das bisher niemand auch nur ansatzweise den Abgänge vor allem von Roberto Firmino und Kapitän Andreas Beck kompensieren konnte.

Nächster Gegner: Dortmund

Kevin Kuranyi, durchaus als Hoffnungsträger in die Bundesliga zurückgekehrt, saß gegen Mainz erst einmal nur auf der Ersatzbank – er fremdelt nach einigen Jahren in Russland mit der Bundesliga.

Aus Trainer Markus Gisdol spricht derweil nicht die Zuversicht, den Negativtrend schnell stoppen zu können. "Die Situation ist für uns alle ungewohnt", sagte er am Freitag. "Da fehlt auch sicher das Selbstvertrauen, ganz klar."

Was bleibt den Hoffenheimern also anderes übrig, als stur nach vorne zu schauen, weiterzumachen und auf ein Erfolgserlebnis zu hoffen? "Wir haben viel Arbeit vor uns", sagte Gisdol. Und schon am Mittwoch einen Gegner, der nur bedingt zum Aufbau taugt: Borussia Dortmund. (SERVICE: Der Spielplan)

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