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Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski führen die Torschützenliste der Bundesliga an © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images

München - Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang stehen in dieser Saison für Tore und Rekorde. SPORT1 vergleicht die beiden Konkurrenten anhand ihrer Saisondaten.

Besser als dieses Duo war in 52 Jahren Bundesliga noch niemand: Robert Lewandowski (10 Tore) vom FC Bayern und Pierre-Emerick Aubameyang (9) von Borussia Dortmund stehen in dieser Saison für Rekorde und Tore.

Nur einmal zuvor hatten nach sieben Spielen ebenfalls zwei Spieler mindestens neun Tore erzielt. In der Saison 1977/78 gelangen Gerd Müller (10 Tore) und Dieter Müller (9) zum Saisonstart die gleichen Marken.

Kann der Gabuner Lewandowski trotz dessen Galas überflügeln? "Das ist schwierig. Aber es ist ein guter Zweikampf zwischen Lewy und mir. Es ist klasse so. Wir werden versuchen, das so weiterzumachen", erklärte Aubameyang nach dem 2:2 gegen Darmstadt.

SPORT1 vergleicht die beiden Torjäger anhand ihrer Saisonstatistik:

Vorteil Lewandowski

Der Bayern-Stürmer hat ein Saisontor mehr erzielt als Aubameyang. Während der BVB-Star gleich drei seiner neun Saisontore per Elfmeter erzielte, ist Lewandowski bei Elfmetern seines Teams außen vor: Kein Tor des Polen entsprang aus einem Strafstoß.

Lewandowski ist also im Spiel deutlich gefährlicher als sein Konkurrent.

Die Saisonstatistik zu Robert Lewandowski © SPORT1

Auch in den Zweikämpfen behauptet sich Lewandowski besser: 51,8 Prozent gewonnene Duelle sind für einen Stürmer ein herausragender Wert, an den Aubameyang (40,2 Prozent gewonnen) nicht heran kommt.

Zudem ist Lewandowski im Passspiel deutlich sicherer, starke 87,2 Prozent seiner Pässe erreichen den Mitspieler. Aubameyang kommt lediglich auf 66,2 Prozent.

Mit 32 hat der Pole zudem fünf Torschüsse mehr als Aubameyang abgegeben, obwohl er nur in sechs Spielen zum Einsatz kam.

Vorteil Aubameyang

Die Chancenverwertung von 33,3 Prozent (9 Tore bei 27 Torschüssen) ist beim Dortmunder stärker als beim Bayern-Stürmer, der 31,3 Prozent seiner Chancen nutzt.

Zudem glänzt Aubameyang als Kilometerfresser: 8,95 Kilometer pro Partie reißt der Gabuner pro Partie ab, Lewandowski kommt nur auf 8,29.

Die Saisonstatistik zu Pierre-Emerick Aubameyang © SPORT1

Die größte Stärke Aubameyangs ist jedoch seine Geschwindigkeit, die er immer wieder zu nutzen versucht: Der BVB-Stürmer zog schon 198 Sprints in dieser Saison an, Lewandowski lediglich 119.

Auch in der Maximalgeschwindigkeit hängt er seinen Konkurrenten ab. Aubameyangs Spitzenwert beträgt 34,8 Stundekilometer, Lewandowski kommt auf maximal 32,3 km/h.

Gleichstand

In der Art, Tore zu erzielen, gleichen sich die beiden Führenden der Torjägerliste. Beide erzielen ihre Treffer vorwiegend mit dem rechten Fuß (je 7 Tore).

Mit dem Kopf waren beide je einmal erfolgreich. Lewandowski schoss zweimal mit dem linken Fuß ins Tor, Aubameyang einmal.

Art der erzielten Tore © SPORT1

Beide kommen auf ähnlich viele Ballkontakte pro Spiel. Lewandowski war in seinen sechs Spielen 196 Mal am Ball (32,7 Mal pro Spiel), Aubameyang in sieben Spielen 219 Mal (31,3 Mal pro Spiel).

Fazit

Beide Torjäger verkörpern europäische Spitzenklasse. Während Lewandowski sich dank seiner technischen und körperlichen Fähigkeiten gut durchsetzen kann und mit den Mitspielern sicher kombiniert, setzt Aubameyang mehr auf seine Schnelligkeit und Laufstärke.

Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang im Vergleich © SPORT1

Der Gabuner ist deutlich mehr im Spiel unterwegs und versucht seine Konkurrenten abzuhängen. Lewandowski lauert eher im Strafraum.

Da Aubameyang "nur" sechs seiner Tore nicht per Elfmeter erzielt hat und damit vier weniger als sein Konkurrent, geht der Vergleich an den Bayern-Stürmer.

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