Video

Der Vorstandsboss des FC Bayern ist sich sicher, dass bald ein neuer Rekordtransfer realisiert wird. Einen Spieler schließt er dabei allerdings kategorisch aus.

Karl-Heinz Rummenigge geht fest davon aus, dass der erste 100-Millionen-Euro-Transfer schon bald realisiert wird. "Der passiert spätestens im nächsten Sommer", sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern der Bild.

Dann könnten die englischen Vereine wegen der Verdopplung ihrer TV-Einnahmen "praktisch jeden Spieler der Welt kaufen".

Thomas Müller wird wohl allerdings nicht darunter sein. "Er bleibt. Egal, was geboten wird", versicherte Rummenigge.

Ambitionen, selbst in derartigen Sphären mitzubieten, hat Rummenigge allerdings nicht: "Die Motivation und Eitelkeit, in dieser Richtung einen Weltrekord aufzustellen, gibt es bei uns im Klub nicht. Messi gehört zu Barcelona, Rooney gehört zu ManU und Müller gehört zu Bayern - so muss das auch bleiben."

Mit Blick auf den neuen TV-Vertrag für die Bundesliga wünscht er sich "zumindest italienische Verhältnisse. Ich bin kein Träumer. Wir werden keine englischen Verhältnisse hinbekommen, aber wenigstens italienische. Also 1-komma-x Milliarden", sagte Rummenigge.

"Wenn die DFL im nächsten Frühjahr den neuen TV-Vertrag abschließt, ist wichtig, dass die Bundesliga mehr Geld bekommt und dass die Top-Klubs wettbewerbsfähig gehalten werden", ergänzte der Ex-Nationalspieler und warb erneut für die zentrale TV-Vermarktung. "Unter einer Bedingung: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des FC Bayern und der Bundesliga darf nicht gefährdet sein."

Man dürfe nicht vergessen: Die Bundesliga lebe von der Spitze, so Rummenigge. 

Bezüglich einer Verlängerung des zum Saisonende ablaufenden Vertrags mit Trainer Pep Guardiola zeigte sich Rummenigge zuversichtlich. "Ich bin da optimistisch. Wir haben ein schönes Pfund auf dem Tisch liegen, das man nicht einfach beiseiteschieben kann: eine erstklassige Mannschaft, einen fantastischen Klub, ein tolles Stadion und eine wunderschöne Stadt."

Ob der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Uli Hoeneß nach Ende seiner Strafe wieder als Bayern-Präsident kandidiert, ließ Rummenigge offen: "Ich habe ihn gefragt, ob er wieder kandidieren will. Er hat geantwortet, dass er es noch nicht weiß."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel