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Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05 hat keine Angst vor englischen Transfer-Millionen. Er prophezeit den Klubs aus der Premier League in Zukunft große Probleme.

Manager Christian Heidel vom FSV Mainz 05 ist von der Finanzstärke der englischen Premier League wenig beeindruckt.

"Nach meiner Meinung wird der englische Markt in zwei bis drei Jahren kollabieren", sagte der 52-Jährige der Bild.

Als Grund dafür sieht Heidel nicht die astronomischen Ablösesummen, die in der vergangenen Transferperiode aufgebracht wurden, sondern die hohen Gehälter in der englischen Liga.

"Die englischen Klubs zahlen irre Gehälter für durchschnittliche Spieler, die sie außerhalb von England nicht mehr loswerden", erklärte Heidel: "Ich vermute, die werden bald mal genau so viel Geld für Abfindungen ausgeben wie für Transfers."

Vom starken Saisonstart von Borussia Dortmund unter dem früheren FSV-Coach Thomas Tuchel ist der Mainzer nicht überrascht: "Ich habe schon im Mai allen gesagt, dass das mit Thomas beim BVB hundertprozentig funktionieren wird, weil er ein überragender Trainer ist."

Aus fünf gemeinsamen Jahren in Mainz kennt Heidel Tuchels Qualitäten. "Er arbeitet intensiv, seine Mannschaften sind fit", sagte er: "Die Spieler merken, dass Tuchel Ideen und Sachverstand hat, also ziehen sie mit."

Auch für die beiden Aufsteiger FC Ingolstadt und Darmstadt 98 findet der dienstälteste Manager der Bundesliga (seit 23 Jahren bei Mainz 05) lobende Worte: "Vor allem auswärts sind die unangenehm, da werden noch mehr Vereine ihre Probleme bekommen."

Am ersten Spieltag hatten die Rheinhessen selbst gegen Ingolstadt (0:1) verloren.

Den Darmstädtern drückt Heidel sogar die Daumen. "Das ist für mich einfach so ein Fußball-Märchen, das mir Spaß macht", sagte Heidel.

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