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Nach der Rucksack-Affäre sieht sich der Sportdirektor des Hamburger SV zu Unrecht als Opfer einer Kampagne gegen seine Person, die nur schwer zu ertragen sei.

Nach der Rucksack-Affäre und dem durchwachsenen Saisonstart des Hamburger SV steht Sportdirektor Peter Knäbel seit Wochen am Pranger.

Und das zu Unrecht, wie der 48-Jährige meint. Denn der Ex-Profi sieht sich als Sündenbock - und zieht sogar Parallelen zum Fall Robert Enke.

Der Nationaltorhüter hatte sich im November 2009 aufgrund anhaltender Depressionen das Leben genommen.

"Damals waren alle tief betroffen und haben gefragt, wie so etwas passieren kann. Aber wenn dann wie in meinem Fall eine Kampagne ins Rollen kommt, zeigt keiner das Stopp-Schild", sagte Knäbel im Interview mit dem kicker.

Durch den gestiegenen Druck der vergangenen Wochen sei ihm "definitiv Lebensqualität und Freiheitsraum" verlorengegangen.

"Natürlich wird man auch nachdenklich, wenn einem Unrecht geschieht und man nachher dafür auch noch verspottet wird. Dann ist es schwer, nur einzustecken und stillzuhalten", so Knäbel weiter.

Unter immer noch ungeklärten Umständen war ihm ein Rucksack mit internen Unterlagen abhandengekommen, zu denen auch Gehaltslisten der HSV-Spieler gehörten.

Gegen eine Frau, die die Papiere in einem Hamburger Park gefunden haben will, wird mittlerweile wegen des Verdachts auf Diebstahl ermittelt.

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