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Essen - SPORT1-Experte Peter Neururer glaubt nicht, dass sich Mario Götzes Situation in München nach den Länderspielen ändern wird. Thomas Müller lobt er in den höchsten Tönen.

Mit zwei Toren gegen Polen avancierte Mario Götze zum Matchwinner für die deutsche Nationalmannschaft - anders als beim FC Bayern stand er endlich mal wieder im Mittelpunkt.

Auch gegen Schottland zeigte der hochbegabte 23-Jährige im Sturmzentrum eine ansprechende Leistung.

SPORT1-Experte Peter Neururer glaubt dennoch nicht, dass sich Götzes Situation bei seinem Verein Bayern München in den nächsten Wochen ändern wird.

Mitleid mit Götze

"Man hat immer das Gefühl, man muss ihn in Schutz nehmen. Man weiß, dass er großartige Fähigkeiten hat, die er bei den Bayern aber nicht so einbringen kann wie er es in der Nationalmannschaft tut", sagte Neururer im Bitburger Fantalk auf SPORT1.

Das liege nach aber nicht in erster Linie an Götze selbst, sondern an der Ausrichtung des Bayern-Spiels unter Trainer Pep Guardiola.

"In München spielt als alleinige Spitze aber ein Robert Lewandowski. Götze spielt unter Guardiola nicht dort, wo er bei der Nationalmannschaft spielen darf und hat dort aktuell schlechtere Karten", meint der langjährige Bundesligacoach: "Im DFB-Team ist er der Spieler, der uns den vierten Stern eingebracht und hat daher ein ganz anderes Standing."

Dennoch müsse der 23-Jährige auch unter Löw um seinen Stammplatz kämpfen. "Man darf nicht vergessen, dass auch ein Marco Reus noch fehlt. Wenn Reus zurückkommt, wird man sehen, ob Löw auch weiterhin in dieser Form an Götze festhält."

Neururer: "Müller phänomenal"

Klar gesetzt ist dagegen Thomas Müller. Fünfmal hat er bereits in der Bundesliga getroffen - und das in drei Spielen.

In der deutschen Nationalmannschaft gehört er seit seinem Doppelpack gegen Schottland bereits zu den 15 besten Torschützen aller Zeiten.

Auch Neururer ist begeistert von den derzeitigen Leistungen des Bayerns-Stürmers. "Was er macht ist phänomenal", so Neururer.

Gerade die so oft zitierte unkonventionelle Spielweise des 25-Jährigen beeindruckt den 60-Jährigen.

"Er ist eigentlich nicht der großartigste Kopfballspieler, nicht der großartigste Sprinter und nicht der großartigste Links- wie Rechtsschütze, aber er ist im immer da wo es gefährlich ist.  Derzeit gibt es weltweit wohl keinen torgefährlicheren Spieler auf seiner Position."

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