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Schiedsrichter Knut Kircher gibt den Fehler seines Teams beim Spiel des FC Bayern gegen Augsburg zu: Der Elfmeter kurz vor Schluss war keiner. Trotzdem ist der FCA mächtig sauer.

Knut Kircher bereut seine Fehlentscheidung beim Sieg des FC Bayern über den FC Augsburg.

"Herr Reuter und Herr Weinzierl waren bei mir", sagte Kircher nach dem Spiel zu SPORT1: "Ich habe mich entschuldigt."

Die Augsburger um Trainer Markus Weinzierl und Manager Stefan Reuter waren dennoch entsprechend angefressen und sprachen von einem "Witz".

"Wir haben die Bilder gesehen", erklärte der Schiedsrichter bei Sky über den Zweikampf zwischen Bayerns Douglas Costa und Markus Feulner kurz vor Schluss. "Da war die Auslegung und die Wahrnehmung einfach eine falsche."

Kircher gab zu, die Szene selbst nicht genau gesehen zu haben. Sein Assistent Robert Kempter zeigte ihm an: Foul von Feulner und Elfmeter.

"In dem Fall war es für ihn klar, dass ein Foulspiel vorlag, indem der Augsburger Spieler ihm den Weg zugemacht hat", erklärte Kircher. "Ich habe die Situation nur aus dem Augenwinkel heraus gesehen, also nicht klar für mich, sodass ich in diesem Moment dem Urteil meines Assistenten auf dem Feld vertraut habe."

Sein selbstkritischer Schluss: "Da lag er falsch, da lag ich falsch, weil ich der Chef auf dem Feld bin, mit dieser Entscheidung, die letztendlich von mir übernommen wurde. Das bringt dem FC Augsburg leider keine Punkte mehr, sorry, tut uns leid."

Der angebliche Übeltäter Feulner ließ sich davon kaum beruhigen. "Ich glaube jeder im Stadion hat gesehen, dass das kein Elfmeter war - nur der Linienrichter", sagte der ehemalige Bayern-Profi. "So zu verlieren ist doppelt bitter. Ich habe gehört, dass der Schiedsrichter sich nach dem Spiel entschuldigt hat, aber das bringt uns auch keinen Punkt mehr."

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