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Dortmund - Dortmunds ehemaliger Publikumsliebling Dede verabschiedet sich vor über 80.000 Zuschauern von der Borussia. Der Brasilianer ist zu Tränen und würdigt seinen Ex-Klub.

Vor 81.359 Fans hat sich der langjährige Publikumsliebling Dede unter Tränen von Borussia Dortmund verabschiedet.

Der Brasilianer spielte mit seiner "Nationalelf" vier Jahre nach seinem Wechsel in die Türkei zum letzten Mal in seinem zweiten Wohnzimmer, in dem er 13 Jahre lang zu Hause gewesen war.

"Ich war kein Stürmer, der viele Tore geschossen hat. Ich war ein Außenverteidiger, aber ein treuer Außenverteidiger", erklärte Dede bei SPORT1: "Ich danke Gott, dass er mir die Chance gegeben hat, 13 Jahre für diesen Verein zu spielen."

Seine Eltern geleiteten Dede kurz vor dem Abpfiff unter Riesenjubel vom Platz. "Ich wollte hier nicht weinen. Aber wenn meine Familie hier ist, meine alten Kollegen und 80.000 Fans im Stadion - das ist nicht zu erklären. So was gibt's nur bei Borussia Dortmund. Das ist ein besonderer Verein", sagte der 37-Jährige sichtlich gerührt bei SPORT1.

Auch der deutsche Weltmeister Kevin Großkreutz, unter kuriosen Umständen zu Galatasaray Istanbul transferiert, wurde von den Fans nochmals gefeiert und verabschiedet.

Zorcs erster Transfer

Leonardo de Deus Santos - so sein vollständiger Name - war 1998 von Atletico Mineiro aus seiner Heimat nach Dortmund gekommen - es war der erste Transfer, den Michael Zorc in seiner Funktion als Sportdirektor der Schwarz-Gelben tätigte.

Bis zu seinem Kreuzbandriss im Sommer 2008 und weiteren Verletzungen wie einem Kieferbruch oder einem Innenbandriss war Dede auf der linken Abwehrseite eine Bank. "Er stand über ein Jahrzehnt lang für Top-Leistungen", sagte Zorc.

399 Pflichtspiele für den BVB

Bis 2011 spielte Dede für den BVB, er wurde zweimal Deutscher Meister (2002 und 2011) und absolvierte insgesamt 399 Pflichtspiele, davon 321 in der Bundesliga.

Seine Laufbahn beendete er 2014 nach drei Spielzeiten beim türkischen Erstligisten Eskisehirspor. Dort, in Anatolien, ist er an der Seite seines ehemaligen Dortmunder Coaches Michael Skibbe derzeit als Co-Trainer tätig.

Ein Teil des Erlöses vom Samstag kommt der BVB-Stiftung "leuchte auf" zugute.

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