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FC Augsburg v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga
Yoshinori Muto rettete den FSV Mainz einen Punkt © Getty Images

Der FC Augsburg bleibt eines der Sorgenkinder der Bundesliga. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd reichte es gegen Mainz nur zu einem Zähler.

Der FC Augsburg hat den freien Fall in der Fußball-Bundesliga zumindest gebremst, steckt aber weiter in einer prekären Situation.

In einem verrückten und hoch emotionalen Spiel mussten sich die Schwaben am Ende mit einem 3:3 (1:2) gegen den FSV Mainz 05 zufrieden geben. Dadurch muss die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl weiterhin auf den zweiten Saisonsieg warten und ziert das Tabellenende. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Für Mainz war es nach vier Pleiten in den letzten fünf Pflichtspielen ebenfalls ein kleiner Lichtblick, an dem der Japaner Yoshinori Muto mit einem Dreierpack großen Anteil hatte. Das Team von Trainer Martin Schmidt hält damit zumindest Kontakt zum Tabellenmittelfeld, während Augsburg kommende Woche im Heimspiel gegen Werder Bremen beinahe unter Siegzwang steht.

"Wir waren bei den ersten Gegentoren naiv und haben Gastgeschenke verteilt", meinte Weinzierl, während Schmidt sagte: "Vom Charakter her war das eine Top-Leistung. Wir wollten ein
normales Spiel, aber es war eine emotionale Berg- und Talfahrt. Es ist ein glücklicher Punkt, über den man sich freut. Augsburg war sehr schwer zu verteidigen."

Muto rettet Main den Punkt

Gleich die erste Offensivaktion der Rheinhessen verwertete Muto (18.) aus kurzer Entfernung, nachdem Pablo De Blasis dem Koreaner Jeong-Ho Hong den Ball abgeluchst hatte. Als Mainz dann zum zweiten Mal vor dem FCA-Tor auftauchte, war Muto (30.) erneut und zum insgesamt fünften Mal in dieser Saison zur Stelle.

Ein äußerst strittiger Handelfmeter brachte Augsburg durch Paul Verhaegh (42.) wieder ins Spiel. De Blasis hatte sich zuvor in einen Verhaegh-Schuss geworfen und dabei den Ball an den Arm bekommen. Nach der Pause belohnte Ja-Cheol Koo (50.) die Augsburger für ihren nimmermüden Einsatz, ehe Raul Bobadilla (82.) zunächst für Jubelstürme beim FCA sorgte, ehe wiederum Muto Sekunden vor dem Schlusspfiff (90.+3) Mainz noch einen Punkt rettete. (Alle Daten zum Spiel im Datencenter)

"Letztlich hat eine Minute gefehlt, um eine tolle Energieleistung zu krönen. Wir sahen wie der Sieger aus, es läuft eben nicht für uns", sagte der FCA-Trainer. "Das ist unheimlich, unheimlich ärgerlich. Wenn wir so weitermachen, werden wir aber wieder cleverer und abgezockter."

Weinzierl hatte mit einer sehr offensiv ausgerichteten Aufstellung überrascht, und seine Mannschaft setzte auch sofort Akzente. Es war dann Defensivspieler Markus Feulner (3.), der mit einem Gewaltschuss an die Latte für einen ersten Knalleffekt und kollektives Raunen im Stadion sorgte.

Schnitzer von Hong

Während Mainz erstmal auf eine gute defensive Ordnung bedacht war, wehrte sich der FCA klar ersichtlich gegen die Bundesliga-Misere, leistete sich durch Hong dann aber wieder einen üblen individuellen Schnitzer. "Wenn man unten steht, kommt der Kopf dazu", hatte Manager Stefan Reuter vor dem Spiel bei Sky gesagt - und durfte sich in dieser Szene wie auch vor dem 0:2 bestätigt fühlen, als die gesamte FCA-Defensive schlief.

Mainz, das ohne Julian Baumgartlinger (Sprunggelenkblessur) spielte, sah sich besonders nach dem Anschluss stürmischen Angriffen gegenübergestellt und wirkte unsicher. Dass für beide Teams viel auf dem Spiel stand, sorgte für zunehmende Härte. So kam der Mainzer Gonzalo Jara kurz vor der Pause nach einem rotverdächtigen Einsteigen mit Gelb glimpflich davon.

Nach dem Wechsel drängte der FCA enorm und die Schmidt-Elf kam kaum einmal zu kontrollierter Entlastung. In einer spannenden Schlussphase lieferten sich dann beide Seiten einen offenen Schlagabtausch. 

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