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Kitzbühel - Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gefällt die öffentliche Kritik von Mats Hummels an seinen Mitspielern nicht. Bei SPORT1 kündigt er ein Gespräch an.

Die strahlende Sonne über den Bergen von Kitzbühel zauberte nur kurz ein Lächeln aufs Gesicht von Hans-Joachim Watzke, als er über den blauen Teppich beim Camp Beckenbauer schritt.

Zu sehr nagte auch noch am Tag danach die niederschmetternde 1:5 (1:2)-Niederlage beim FC Bayern am Boss von Borussia Dortmund.

Watzke kündigt Gespräch an

Und seine Laune wurde zusätzlich dadurch getrübt, dass BVB-Kapitän Mats Hummels zum wiederholten Male öffentlich Kritik an seinen Mannschaftskollegen und deren Abwehrverhalten übte.

"Ich halte ganz viel davon - und ich hoffe, dass auch Mats das irgendwann so hält - dass wir diese Dinge intern aufarbeiten. Das werden wir tun", kündigte Watzke am Rande des Sport-Gipfels im Interview mit SPORT1 an (das exklusive Interview ab 18.30 Uhr bei Bundesliga Aktuell).

Dieses Gespräch werde aber unter vier Augen stattfinden: "Was ich Mats zu sagen habe, werde ich ihm persönlich sagen. Und wir müssen sicherlich mal reden." Klingt schwer nach Rapport.
Torhüter Roman Bürki dagegen, der beim Ligagipfel in München einen äußerst unglücklichen Auftritt gezeigt hatte, nahm Watzke in Schutz.

"Jeder hat mal einen schlechten Tag"

"Dass er nicht seinen besten Tag hatte, darüber müssen wir nicht reden. Aber er hat bis jetzt großartig gehalten in dieser Saison. Wir sind sehr, sehr  froh, dass wir ihn haben", so Watzke: "Jeder hat mal einen schlechten Tag. Das wird ihn nicht umwerfen. Er ist noch ein junger Torhüter, aber mit solchen Situationen musst du umgehen."

SPORT1-Reporter Christian Ortlepp im Interview mit BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke © SPORT1

In der Summe war der Dortmunder Vorstandsvorsitzende über die Höhe der Niederlage bei den Bayern dann auch nicht wirklich überrascht. 

"Dieses Spiel spiegelt die Kräfteverhältnisse im deutschen Fußball wider", analysierte er  und erneuerte seine Aussage, dass sich an der Vormachtstellung der Münchner so schnell nichts ändern werde.

Vielmehr müsse man ohnehin auf sich schauen und darauf, dass der neue Trainer Thomas Tuchel und die Mannschaft sich finden. Es gehöre auch zu diesem Prozess, "mal einen mitzukriegen".

Klopp? Watzke weiß es nicht

Die Diskussionen um Ex-Coach Jürgen Klopp als möglichen neuen Trainer beim FC Liverpool hat Watzke derweil nur am Rande mitbekommen: "Das kann ich nicht beurteilen."

Auch sei er nicht in der Lage, sich in Klopp hineinzuversetzen: "Ich kenne ihn als Menschen. Aber ich habe ihn noch nie in einem Sabbatjahr erlebt. Und ich kenne nicht die Gedankengänge der Beteiligten."

Er hat zur Zeit andere Dinge im Kopf.

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