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Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigt im Volkswagen Doppelpass weitere Titel des BVB an. Vor dem Spitzenspiel beim FC Bayern stapelt er aber tief.

Vor dem Spitzenspiel beim FC Bayern hat Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke weitere Titel des BVB angekündigt.

"Borussia Dortmund hat schon ein Titel-Gen. Keine Frage. Borussia Dortmund wird auch wieder Titel holen, da können sie aber ganz sicher sein", sagte Watzke im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Watzke sicher: Bayern wird Meister

Der 59-Jährige will mit den Dortmundern aber nicht als einziger Bayern-Jäger gelten: "Ich habe vor vier, fünf Monaten noch überall gelesen: Die Dortmunder Zeit ist jetzt vorbei. Gladbach und Wolfsburg, das ist jetzt das Moderne. Das sind die kommenden Bayern-Jäger. Und ein paar Spieltage später heißt es: Das war jetzt doch alles nix, jetzt holen wir die Dortmunder wieder raus."

Der Rekordmeister werde immer schwerer einzuholen sein, prognostizierte Watzke: "Ich kann die Sehnsucht nach einem Zweikampf an der Spitze schon verstehen. Wir wollen natürlich wachsen, wir wollen unser Budget erhöhen. Wenn wir auf das von Bayern kommen wollen, was weit über hundert Millionen höher ist als unseres, dann brauchen wir aber noch 30 Jahre."

Der Kader der Münchner sei einfach breiter aufgestellt als der Dortmunder: "Die Qualität von Bayern ist doch: Zwischen den Positionen 13 und 20 haben die weitere Weltklassespieler. Und wenn du hundert Millionen Gehalt mehr im Jahr zahlen kannst, dann sind das zehn Riberys mehr. Oder von mir aus Douglas Costas."

Trotzdem sei in einem Spiel immer alles möglich: "Sie sind wunderbar aufgestellt. Was nicht heißt, dass wir sie nicht in einem Spiel schnappen können."

Vergleich zu Obama und Putin

Nachdem vergangene Saison einige Giftpfeile zwischen München und Dortmund hin und her geschossen wurde, habe sich das Verhältnis zu den Bayern-Bossen nun einigermaßen normalisiert, erklärte Watzke. Er witzelte in Anspielung auf die angespannte Lage zwischen den USA und Russland: "Wir haben mittlerweile eine Gesprächsbasis oberhalb des Niveaus von Barack Obama und Wladimir Putin. Wir sind in der Lage, ein konfliktfreies Gespräch hinzubekommen."

Den starken Dortmunder Saisonstart mit sechs Siegen und zwei Remis aus acht Spielen führt Watzke auch auf die gelungene Umstellung von Trainer Jürgen Klopp auf Thomas Tuchel zurück: "Ich habe nie die Gefahr gesehen, dass der Klub ohne Jürgen Klopp nicht mehr funktioniert. Borussia Dortmund ist ein großer Verein. Wir haben Thomas Tuchel schon sehr lange beobachtet. Alles was er gemacht hat, hatte Hand und Fuß."

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