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Hannover - Nach einer schwachen ersten Hälfte überschlagen sich in Hannover die Ereignisse. Nach der Führung der Gastgeber dreht Eintrachts Youngster die Partie.

Eintracht Frankfurt hat seine Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga dank eines Doppelpacks von Youngster Marc Stendera beendet. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh gewann bei Hannover 96 mit 2:1 (0:0) und feierte den ersten Dreier nach einer Durststrecke von zuletzt fünf Spielen.

Der 19-jährige Stendera drehte mit seinen beiden Treffern (57. und 65.) innerhalb von acht Minuten die Partie, nachdem Felix Klaus die Gastgeber zunächst in Führung gebracht hatte (51.). Während die Hessen ihren Befreiungsschlag feierten, ist der Höhenflug von Hannover erst einmal gestoppt. Das Team von Trainer Michael Frontzeck verlor nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage erstmals wieder.

Frontzeck sauer

"Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Es war unnötig, dass wir dieses Spiel verlieren. Wir sind nach der Führung eigentlich in einer guten Ausgangssituation. Man kann die Gegentore dann besser verteidigen. Es ist nicht erste Mal, dass wir ein Spiel noch aus der Hand geben", ärgerte sich Frontzeck.

Seinem Gegenüber war die Erleichterung über den Befreiungsschlag dagegen deutlich anzumerken: "Ich bin unheimlich glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben nach der Negativserie zuletzt. Normalerweise ist das 0:1 in unserer Situation tödlich, aber danach haben wir anders Fußball gespielt, mehr Akzente gesetzt und mutig nach vorne gespielt. Marc Stendera hat dann das Spiel entschieden."

Veh verändert System

Den Frankfurtern war die Verunsicherung der letzten Wochen zunächst deutlich anzumerken. Zwar präsentierte sich die Eintracht mit dem neuen, defensiveren 4-2-3-1-System hinten nicht so anfällig wie bei der 1:5-Klatsche vor Wochenfrist gegen Borussia Mönchengladbach, doch vorne passierte in der ersten Halbzeit wenig bis gar nichts.

Haris Seferovic hing als einziger Stürmer in der Luft, und auch Kapitän Alexander Meier konnte als hängende Spitze lange Zeit keine Akzente setzen.

Schwache erste Hälfte

Gepflegte Langeweile herrschte auch auf der Gegenseite. Weil Hannover im Vorwärtsgang ebenso wie die Eintracht jegliches Risiko scheute, blieben echte Torgelegenheiten im ersten Abschnitt aus.

Klaus mit einem verunglückten Abschluss (18.) und Hiroshi Kiyotake per Freistoß (32.) sorgten mit ihren Halbchancen bei den 44.200 Zuschauern zumindest für leicht erhöhten Puls.

Kiyotake zaubert

Völlig anderes Bild dann in Hälfte zwei: Beide Teams waren plötzlich deutlich aktiver, wobei die Gastgeber den besseren Start erwischten. Zunächst scheiterte Kiyotake noch mit einem Fernschuss (47.).

Wenig später umkurvte der Japaner zwei Gegenspieler und legte mustergültig für Klaus auf, der im Fallen aus kurzer Distanz einnetzte.

Stenderas erster Doppelpack

Nach dem Gegentreffer drehte plötzlich die Eintracht auf - und Stendera innerhalb von acht Minuten die Partie. Erst ließ der U19-Europameister von 2014 Nationaltorwart Zieler mit einem trockenen Linksschuss von der Strafraumkante keine Chance, dann drosch er das Leder nach Kopfball-Vorlage von Stefan Aigner wuchtig aus kurzer Distanz in die Maschen.

In der Folge diktierte die Eintracht das Geschehen, Hannover schien vom plötzlichen Rückstand geschockt. Eine Schlussoffensive der Niedersachsen blieb aus.

© SPORT1
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