Video

München - Thomas Müller will einen Wechsel in die Premier League nicht ausschließen. Die Zukunft von Bayern-Trainer Pep Guardiola tangiert den Torjäger dagegen nicht.

Seit 15 Jahren trägt Thomas Müller das Trikot des FC Bayern München. Der Torjäger ist beim deutschen Rekordmeister eine absolute Identifikationsfigur. Einen Wechsel in die Premier League will der 26-Jährige aber nicht ausschließen - ein Grund dafür seien vor allem die hohen Gehälter.

"Fußball ist letztendlich unser Beruf, darum muss akzeptiert werden, dass auch das Gehalt eine Rolle spielt. Natürlich üben solche Gehälter ihren Reiz aus, alles andere wäre geheuchelt", gibt der Nationalspieler im Interview mit der Welt am Sonntag ehrlich zu. Allerdings sei der Wohlfühlfaktor in einem Verein nicht zu unterschätzen.

Manchester United hatte für den Bayern-Star im Sommer nach SPORT1-Informationen bekanntlich 100 Millionen Euro geboten. Und diese Summe wurde in der Folge offenbar sogar noch übertroffen.

Müller interessiert Guardiolas Zukunft nicht

"Ich habe schon mitgekriegt, dass Interesse bestand oder vielleicht auch noch besteht. Aber ich bleib da einfach ruhig, weil ich alles andere ohnehin nur sehr begrenzt beeinflussen kann kann", sagt der vielseitige Angreifer.

Die Wahnsinns-Summen, die momentan im Umlauf sind, machen Müller dagegen keine Angst - im Gegenteil. "Das kann für den Fußball-Markt doch nur gut sein, wenn Vereine so viel Geld investieren können. Ich weiß, dass so mancher deutscher Verein das gerade als bedrohlich empfindet. Aber irgendwie profitieren doch alle davon. Ich versuche, da entspannt zu bleiben."

Ob Pep Guardiola seinen im Sommer 2016 auslaufenden Vertrag beim FC Bayern München verlängern wird, weiß auch Müller noch nicht. "Er hat es uns noch nicht verraten, aber es darf uns als Spieler auch nicht tangieren. Wir müssen uns auf den Fußball konzentrieren."

Für ihn sei es zum jetzigen Zeitpunkt nicht wichtig, wer Trainer in der kommenden Saison sei. Es gebe nicht das "Lahme-Ente"-Phänomen, weder bei Trainern noch bei Spielern: "Du spielst ja als Fußballer nie für einen Trainer. Du jagst nur für die Mannschaft und dich selbst den Glücksgefühlen hinterher."

Meisterschaft durch? "Das ist Käse"

Die Glücksgefühle kommen bei dem Angreifer momentan nicht zu kurz. Ich acht Ligaspielen erzielte er bereits acht Tore. Das Klagen der Konkurrenz aufgrund der Dominanz des FC Bayern könne er nicht mehr hören. Dass die Meisterschaft bei sieben Punkten Vorspung auf den BVB entschieden sei, "ist Käse. Natürlich ist die Ausgangssituation gut, aber es kann im Fußball so schnell gehen".

Für Müller bleibe es weiter schwierig, ein Bundesligaspiel zu gewinnen, "das kommt mir immer ein bisschen zu kurz, wenn vom Startrekord hier und von den Über-Bayern dort gesprochen wird. Wir arbeiten hart dafür."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel