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München - Nach seinem Foul gegen Andre Hahn wurde Johannes Geis für fünf Spiele gesperrt - und zwar wettbewerbsübergreifend. Großen Einfluss auf das Urteil hat das erneute Aufeinandertreffen zwischen Schalke und Gladbach im DFB-Pokal.

Nach seinem brutalen Foul gegen Andre Hahn ist Johannes Geis für fünf Spiele gesperrt worden - und zwar wettbewerbsübergreifend.

Im Volkswagen Pokalfieber auf SPORT1 erklärte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, das Urteil.

"Normalerweise sperren wir wettbewerbsbezogen", sagte der DFB-Richter. Der Fall von Johannes Geis sei aber eine Ausnahme gewesen.

Eine große Rolle bei seiner Entscheidung habe vor allem der Aspekt gespielt, dass Schalke und Gladbach sich im Pokal am Mittwoch erneut gegenüberstehen werden.

"Emotionen aus dem Spiel nehmen"

"Dadurch wollen wir einige Emotionen aus dem Spiel nehmen. Ich denke, dass ist auch im Interesse aller Beteiligten", begründete Lorenz seine Entscheidung.

Würden die beiden Teams nicht aufeinandertreffen, wäre Geis zwar auch für fünf Spiele gesperrt worden - allerdings nur für die Bundesliga, so der 64-Jährige.

Schalke legte gegen die Entscheidung keinen Einspruch ein und stimmte dem Urteil somit bereits zu. Der 22-Jährige fehlt den Knappen somit auch in den Bundesliga-Partien gegen Ingolstadt, Dortmund, Bayern und Leverkusen.

"Wir haben uns nach dem Urteil miteinander unterhalten und auch mit Johannes entschieden, dass wir die wettbewerbsübergeifende Sperre akzeptieren! Die Fangesänge nach dem Foul waren nicht gut, aber auch wir wurden im Stadion schon oft unter der Gürtellinie beleidigt. Das gehört leider zum Fußball hinzu", sagte Schalkes Manager Horst Heldt.

Neben seiner Sperre muss Geis zudem eine Geldstrafe von 15.000 Euro zahlen.

Entschuldigung auf Facebook

Geis war am Sonntag Gladbachs Andre Hahn ins Bein gesprungen und hatte dafür Rot gesehen. Bei Hahn wurde eine Fraktur des Schienbeinkopfes und ein Meniskusriss diagnostiziert. Die Hinrunde ist für ihn gelaufen.

Geis hatte sich unmittelbar nach dem Spiel bei Hahn entschuldigt und das Foul auch bei Facebook bedauert.

"Ich habe ihn in der Situation nicht richtig gesehen und habe seine Bewegungen falsch eingeschätzt", schrieb Geis. "Wer mich kennt, weiß, dass ich ein fairer Sportsmann bin und mir so etwas in meiner Karriere noch nie passiert ist."

Und weiter: "Ich kann gar nicht in Worte fassen, was heute passiert ist. Mir tut das schlimme Foul an Andre sehr leid."

Am Dienstag schickte auch Schalkes Trainer Andre Breitenreiter Genesungswünsche an Hahn. "Wir wünschen Andre Hahn einen guten Heilungsverlauf und hoffen, dass er schnellstmöglich wieder fit ist", sagte er.

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