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Hannovers Geschäftsführer Martin Bader lobt Trainer Michael Frontzeck im Volkswagen Doppelpass in den höchsten Tönen. Er sieht keinen Grund, den Coach in Frage zu stellen.

Hannovers neuer Geschäftsführer Martin Bader hat 96-Coach Michael Frontzeck den Rücken gestärkt.

"Warum soll man einen Trainer, der aus Überzeugung damals vom Verein verpflichtet wurde, für diese Saison nach fünf oder sechs Spielen schon wieder in Frage stellen?", meinte Bader im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

"Im Abstiegskampf Gold wert"

Nach seinem Abgang beim 1. FC Nürnberg trat Bader den Job in Hannover am 1. Oktober an. Über Frontzeck hat er sich schon in dieser kurzen Zeit eine positive Meinung gebildet: "Ich habe ihn jetzt kennengelernt. Die Beschreibung, dass er in sich ruht und eine gewisse stoische Gelassenheit mit sich bringt, das ist manchmal im Abstiegskampf Gold wert."

96 steht nach acht Spieltagen mit nur fünf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Bader ist aber überzeugt, dass Frontzeck das Ruder herumreißen kann: "Er strahlt diese Souveränität aus und die Spieler merken, dass sie das, was er vorgibt, mit Erfolg umsetzen können. Und daraus werden auch die Ergebnisse in den nächsten Wochen kommen."

Frontzeck stand immer wieder in der Kritik, doch Bader lobte den Trainer in den höchsten Tönen: "Es macht riesig Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist wirklich ein Profi. Er kennt das Fußballgeschäft. Fangen wir diese Diskussion doch nicht wieder an!"

Und weiter: "Er wird in alle Entscheidungen mit einbezogen. Gerade beim Thema Kaderplanung. Auch wenn wir einen neuen Sportlichen Leiter holen, muss dieser zum Trainer passen."

Suche nach neuem Sportdirektor

Eine der wichtigsten Aufgaben nach seinem Amtsantritt ist für Bader nämlich die Suche nach einem neuen Sportdirektor.

Der 47-Jährige umriss das Anforderungsprofil: "Wir möchten definitiv einen, der Kaderplaner, Sportlicher Leiter wird. Um auch diesen ganzen Abteilungen vorzustehen: Scouting, Nachwuchsleistungszentrum, was in der nahen Zukunft für Hannover ein ganz elemantarer Bestandteil der Lizenzspielerentwicklung sein muss."

"Keine Zeit verlieren"

Schon in der nächsten Transferperiode soll sich der Neue um Zu- und Abgänge kümmern.

"Natürlich dürfen wir keine Zeit verlieren. Wir müssen vorbereitet sein für den Januar", stellte Bader klar: "Wir führen momentan Gespräche. Fünf, sechs will ich führen."

Sicher ist: Der neue Sportdirektor soll ein ehemaliger Spieler sein: "Wir wollen sportliche Kompetenz haben. Das heißt, es soll auf jeden Fall einer sein, der schon einmal auf hochklassigem Niveau Fußball gespielt hat. Das wäre sehr hilfreich", so Bader.

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