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Gelsenkirchen - Bereits am Montagabend könnte Christian Heidel von Mainz die Freigabe für Schalke bekommen. Horst Heldt hätte dann nichts mehr mit der Zukunftsplanung zu tun.

Die Beziehung zwischen Horst Heldt und Schalke 04 ist nicht mehr zu retten. Zu dieser Erkenntnis scheint auch der Manager der Königsblauen am Wochenende gekommen zu sein und verkündete im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1: "Ich habe meine Entscheidung für mich schon getroffen. Ich werde mich noch in dieser Woche mit Clemens Tönnies zusammensetzen. Diese Woche wird eine Entscheidung verkündet."

Kommt es dann sogar zur Blitz-Scheidung?

Heldts Vertrag läuft zum Saisonende aus. Doch ob er wirklich Lust hat, diesen noch auszusitzen?   

Mainz-Bosse treffen sich am Abend mit Heidel

Am Montagabend um 18 Uhr treffen sich in Mainz schließlich die FSV-Bosse um Präsident Harald Strutz mit dem von Schalke umworbenen Manager Christian Heidel.

Erhält Heidel, auch aus Dankbarkeit für seine Verdienste, die Freigabe, würde Heldt in Gelsenkirchen bis zum Sommer ohnehin nur noch den Grüß-August spielen können. Mit der Zukunftsplanung hätte er dann nichts mehr zu tun. Ein Vertrauensverhältnis zu Aufsichtsratschef Clemens Tönnies ist ohnehin jetzt schon nicht mehr existent.

Selbst, wenn Heidel die Freigabe nicht bekommen sollte, würde ein Bleiben Heldts bei Schalke darum einem täglichen Spießrutenlaufen gleichen.

Lieber also ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende? Denkbar ist, dass Heldt nicht erst in der Winterpause seinen Hut nehmen würde. Sondern noch früher, eventuell sogar: sofort.

Heldt soll schon am Samstag Rücktritt angeboten haben

Dafür sprechen Gerüchte aus dem Schalker Umfeld, dass Heldt bereits am Samstag nach dem 2:1 gegen Hertha BSC den Bossen seinen sofortigen Rücktritt angeboten haben soll. Zwar ließ er sich davon offensichtlich noch abbringen. Aber eben nur, um Schalke nicht von jetzt auf plötzlich führungslos dastehen zu lassen.

"Es ist absolut legitim und wichtig für den Verein, sich Gedanken zu machen. Die Art und Weise ist das Entscheidende und hat zu einem Denkprozess bei mir geführt", sagte Heldt am Sonntag.

Sollte Mainz Heidel freigeben, könnte die Kaderplanung bei Schalke bis zur Ankunft des 52-Jährigen von den im Sommer installierten sportlichen Beiräten Huub Stevens, Ebbe Sand und Mike Büskens vorangetrieben werden. Die administrativen Aufgaben Heldts könnte vorerst Finanzvorstand Peter Peters übernehmen.

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