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BVB-Coach Thomas Tuchel will den Streit mit Mainz-Chef Harald Strutz nicht eskalieren lassen. Einen Seitenhieb kann er sich dennoch nicht verkneifen.

Trainer Thomas Tuchel von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund lässt die Kritik von Mainz-Präsident Harald Strutz nur scheinbar kalt. "Die Zeiten sind vorbei, in denen ich mich über Harald Strutz geärgert habe", sagte Tuchel einen Tag vor dem brisanten Duell des FSV Mainz 05 gegen den BVB am Freitag (ab 20 Uhr im LIVETICKER und LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm).

Strutz hatte zu Beginn der Woche den überraschenden Abschied von Tuchel als FSV-Coach im Mai letzten Jahres kritisiert. Der 42-Jährige hatte damals beim selbsternannten Karnevalsverein noch einen Vertrag bis 2015.

"Wie das damals abgelaufen ist, war nicht okay. Es haben Gespräche mit anderen Vereinen hinter unserem Rücken stattgefunden und da fehlte mir einfach der Respekt, nicht zuerst mit uns als Verantwortlichen zu sprechen", hatte Strutz bei SPORT1 über die Trennung gesagt. (Das gesamte Interview)

Tuchel lästert über Strutz

Tuchel wollte am Donnerstag auf die Begleitumstände seines Abschiedes nicht mehr genau eingehen, ließ aber kein gutes Haar an Strutz. "Wie und wo er es gesagt hat, sagt am Ende mehr über Harald Strutz aus als über mich", sagte Tuchel. (Die Pressekonferenz zum Nachlesen)

Auf seine Jahre als Bundesliga-Trainer der Rheinhessen (2009 bis 2014) blickt Tuchel, der nach seinem Abgang ein Sabbat-Jahr einlegte, mit Freude zurück. "Mainz ist fast zu meiner zweiten Heimat geworden.

Es war nicht nur beruflich eine sehr einschneidende und außergewöhnliche Zeit", meinte der gebürtige Schwabe: "Dorthin zurückzukommen und dort im Hotel zu wohnen, wird schon ein bisschen komisch für mich."

Abschied aus Mainz war "alternativlos"

Sein Abschied vor rund anderthalb Jahren sei "alternativlos" gewesen. Allerdings ist Tuchel noch heute "sehr unglücklich" darüber, wie die Sache "medial" gelaufen sei.

Mit einem Pfeifkonzert am Freitagbend rechnet der Borussen-Coach, dessen Team seit vier Pflichtspielen sieglos ist, indes nicht. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Publikum Vorbehalte hat", sagte Tuchel, "ich glaube, dass die, die sich freuen, in der Überzahl sein werden."

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