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Nach der fünften Niederlage in Serie platzt Werder Bremens Trainer gegenüber Journalisten der Kragen. Der Ukrainer weiß genau, dass sein Stuhl schon gefährlich wackelt.

Nach fünf Niederlagen in Serie liegen bei Werder Bremen die Nerven blank, das bekamen nach dem 0:1 gegen den FC Bayern am Samstag auch die wartenden Journalisten zu spüren.

Bei einer Nachfrage zu seiner defensiven Taktik in der Schlussphase platzte Trainer Viktor Skripnik der Kragen.

"Wenn du gegen Bayern planen willst, wann du etwas machst, dann leck' mich am Arsch", schimpfte der Ukrainer. Dabei warf er den Medienvertretern Besserwisserei vor - obwohl sie ihre Fragen wertfrei gestellt hatten.

"Jede Oma sieht das"

"Wo ist denn eure Lösung? Ihr schreibt immer, es ist schlecht, scheiße und so weiter", wütete der Coach. "Das sieht meine Tochter auch. Jede Oma, jeder Opa, der im Stadion sitzt, sieht, dass das schlecht ist. Ihr erklärt, dass Werder im Arsch ist. Habt ihr gedacht, wir sind Teilnehmer an der Champions League?"

Der 45-Jährige weiß genau, dass seine Mannschaft schnell die Wende schaffen muss – und brachte dabei ungefragt bereits seinen möglichen Abschied nach der nächsten Partie beim 1. FSV Mainz 05 ins Spiel: "Verlieren wir, dann kommt Dortmund zu uns. Dann sitzen wir hier genauso – vielleicht ohne mich. Das ist die Realität bei Werder Bremen."

Noch im März hatte Skripnik ganz anders nach einer Niederlage gegen den Rekordmeister reagiert. Nach dem 0:4 in der Rückrunde der vergangenen Saison erklärte er, stolz auf dieses Resultat zu sein. Diesmal aber war er trotz des tapferen Auftritts resigniert und pessimistisch.

In der Tabelle steht der SVW nach dem Samstagsspielen des 9. Spieltags mit nur sieben Punkten auf Platz 14. 

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