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Bei der Jahreshauptversammlung stärkt der Sportvorstand den VfB-Trainer. Die Mannschaft nimmt Dutt in die Pflicht. Die Mitglieder verweigern die Entlastung des Vorstands.

Sportvorstand Robin Dutt vom Tabellenletzten VfB Stuttgart hat auf der Jahreshauptversammlung der Schwaben Trainer Alexander Zorniger demonstrativ den Rücken gestärkt.

"Wir brauchten einen Mann, der bereit war, in der 1. oder 2. Liga zu arbeiten, der sich für eine Vernetzung von Profis und Nachwuchs einsetzt", sagte der ehemalige DFB-Sportdirektor vor 1501 anwesenden Mitgliedern in der Porsche Arena.

Kein "Kuschelkurs"

Der Klub werde den eingeschlagenen Weg mit Zorniger weitergehen und sei voll und ganz vom Coach überzeugt.

Auch die teilweise umstrittene Vorgehensweise des Trainers wird ausdrücklich gebilligt.

Dutt: "Mit einem Kuschelkurs kommen wir nicht aus der Krise."

Und den Spielern schrieb er ins Stammbuch: "Die Mannschaft darf nicht nur dann Höchstleistung bringen, wenn ihr das Wasser bis zum Hals steht."

Vorstand nicht entlastet

Der Ertrag im Geschäftsjahr 2014 belief sich auf 107,7 Millionen Euro, dem standen Aufwendungen von 106,8 Millionen Euro gegenüber. Damit wurde ein Gewinn von knapp 900.000 Euro verzeichnet.

Dennoch wurde der Vorstand 2014, bestehend aus Präsident Bernd Wahler, dem ehemaligen Financhef Ulrich Ruf und dem früheren Manager Fredi Bobic, ebenso wie der Aufsichtsrat nicht entlastet. 647 Mitglieder und damit 51,4 Prozent der Anwesenden verweigerten die Entlastung, beim Aufsichtsrat waren es sogar 71,3 Prozent.

Präsident Bernd Wahler hatte vorher angekündigt, dass der Anteil von im Klub ausgebildeten Nachwuchsleuten in den nächsten Jahren wachsen wird.

"Wir stehen erst am Anfang. Es wird kein kurzer und erst recht kein leichter Weg. Es wird Zeit brauchen, bis eine nachhaltige Verbesserung überall spürbar ist", betonte der VfB-Präsident.

Schmidt: Kein Kommentar zu Tuchel

In der Aussprache wurde der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Schmidt gefragt, ob er sich im Frühjahr mit dem heutigen Dortmunder Thomas Tuchel getroffen habe und warum dieser dann nicht Trainer geworden sei.

"Es ist nicht die Aufgabe des Aufsichtsrates, einen Trainer auszusuchen. Außerdem behandeln wir Personalien vertraulich, deshalb werde ich das nicht kommentieren", antwortete dieser und wurden von vielen Mitgliedern mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.

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