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VfB Stuttgart v FC Ingolstadt - Bundesliga
Alexander Zorniger rüstet sich für den Auftritt in München © Getty Images

Stuttgarts Trainer weiß, dass seine Elf in München zeitweise aussehen wird wie eine Drittliga-Mannschaft. Das gehe nicht anders. Demut findet er in diesem Fall nicht schlimm.

Trainer Alexander Zorniger hat einen mutigen Angriff seines VfB Stuttgart beim FC Bayern angekündigt. "Wir werden nicht 90 Minuten gegen sie verteidigen, weil wir es nicht können", sagte Zorniger auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

"Wir sollten der Situation entgehen, dass sie sich den Gegner hinstellen und warten, bis sie die rechte Gerade auspacken", warnte er vor zu viel Passivität beim Duell am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER bei SPORT1 und LIVE im Sportradio auf SPORT1.fm).

Anders gehe es nicht gegen den Tabellenführer: "Man muss akzeptieren, dass der junge Herr Guardiola ein kluger Kopf ist. Und wir das Pech haben, dass er unglaublich gute Spieler um sich herum hat", urteilte er über seinen vier Jahre jüngeren Kontrahenten.

Stuttgart gewann zwei der letzten drei Bundesligaspiele und befreite sich aus der Abstiegszone. Das daraus resultierende Selbstvertrauen nutzt dem VfB beim Tabellenführer aber zunächst wenig.

"Wir werden Situationen bekommen, wo es passiv aussieht und als würde man gegen eine Mannschaft spielen, die zwei Klassen besser ist", prognostizierte Zorniger.

Diese Phasen müsse die Mannschaft einfach überstehen. Seine Taktik habe er mit den Spielern abgesprochen: "Ich kann nicht ignorieren, was bei der Mannschaft abgeht. Sie kann sich gut einschätzen."

Zorniger ergänzte grinsend: "Der Sturkopf unterhält sich auch mit anderen, was er macht. Sobald die Spieler den Mund aufmachen, finde ich das positiv. Meistens."

Angesprochen auf mutlose Auftritte der Konkurrenz gegen die Bayern verteidigte Zorniger seine Kollegen. "Ich finde es komisch, wenn jemand das Wort 'Demut' negativ belastet. Das heißt, dass man anerkennt, wenn etwas außergewöhnlich ist", bemerkte er vor seinem ersten Spiel als Trainer gegen den FC Bayern.

Dafür steht ihm Filip Kostic nach überstandenem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung. Robbie Kruse dagegen soll in der Länderspielpause aufgebaut werden.

Martin Harnik fällt laut Zorniger nach einem Teilriss des Außenbandes im rechten Knie für den Rest des Jahres aus.

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