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Breno (l.) stand von 2008 bis 2012 beim FC Bayern unter Vertrag
Breno (l.) stand von 2008 bis 2012 beim FC Bayern unter Vertrag © Getty Images

Ex-Bayern-Verteidiger Breno nimmt Uli Hoeneß in Schutz, der wegen Steuerhinterziehung eine Haftstrafe verbüßt. Der Brasilianer berichtet zudem von seiner Zeit im Gefängnis.

Ex-Bayern-Star Breno hat von seiner Zeit im Gefängnis berichtet und Uli Hoeneß verteidigt.

"Uli Hoeneß ist kein Krimineller, der einen umgebracht hat oder Menschen überfallen hat", sagte Breno der Sport Bild über den früheren FCB-Präsidenten, der wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden war.

Der Brasilianer weiter: "Aber man muss es akzeptieren. Wie ich gehört habe, soll Uli Hoeneß bald wieder ein freier Mann sein. Das freut mich sehr."

"Vielleicht wird er wieder Präsident"

Breno hofft, dass Hoeneß nach Verbüßung seiner Haftstrafe wieder in die Führungsetage des Rekordmeisters aufrückt: "Ich hoffe, er bekommt wieder einen Posten beim FC Bayern, vielleicht wird er wieder Präsident. Denn er hat so viel Gutes für uns Spieler und den Klub getan. Bayern ist sein Leben."

Kontakt zu Hoeneß habe er aber nicht mehr, sagte Breno: "Leider nein. Zum FC Bayern nur zu Rafinha. So ist leider die Zeit."

Der heute 26-Jährige hatte 2011 unter Alkoholeinfluss seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald angezündet und wurde deshalb zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

"Es ist keiner umgekommen"

"Die ersten sechs Monate waren sehr schwierig", berichtete er: Ich konnte nur ganz schlecht schlafen. Immer wieder ging mir nur der Gedanke durch den Kopf: Du sitzt im Gefängnis, bist kein freier Mann mehr, kannst nicht mehr bei deiner Familie sein. Das tat so weh."

Und weiter: "Wir haben viel geweint, als mich meine Mutter, meine Frau und meine Kinder besuchten."

Der Innenverteidiger sagte: "Ich habe im Gefängnis viel gelernt. Ich habe gesehen, wie andere Gefangene versucht haben, sich umzubringen. Das schreckt einen ab und prägt."

Seine Strafe empfand Breno allerdings als zu hart: "Ich habe sie nicht so richtig verstanden. Drei Jahre und neun Monate sind schon eine lange Zeit. Natürlich habe ich mein Haus abgebrannt. Aber Gott sei Dank war kein Mensch darin, es ist keiner umgekommen."

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