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SV Darmstadt 98 v Hamburger SV - Bundesliga
Sandro Wagner grätscht knapp am Ball vorbei. Darmstadt verpasste einen Heimsieg gegen den HSV © Getty Images

Darmstadt - HSV-Trainer Labbadia holt ein Remis gegen seinen Ex-Klub. Die Lilien legen los wie die Feuerwehr. Doch Hamburg geht in Führung. Nach der Pause geht es zur Sache.

Keine Gastgeschenke für den verlorenen Sohn: In seiner Heimat hat Trainer Bruno Labbadia mit dem Hamburger SV den nächsten Dämpfer kassiert. Beim Aufsteiger SV Darmstadt 98, wo Labbadias Karrieren als Aktiver und Coach einst begonnen hatten, kam der HSV nur zu einem 1:1 (1:0) und rutschte in der Tabelle mit 15 Punkten auf den elften Platz ab.

Torjäger Pierre-Michel Lasogga (29./Foulelfmeter) traf für die Hamburger zwar zur Führung. Die Gastgeber erzielten aber durch Marcel Heller (47.) den verdienten Ausgleich. Per Kopf, das verwunderte auch Trainer Dirk Schuster: "Als Kopfball-Monster ist er nicht gerade bekannt", sagte Schuster bei Sky.

© SPORT1

HSV-Trainer Bruno Labbadia ärgerte sich derweil über den Gegentreffer 63 Sekunden nach Wiederanpfiff: "Das ist ärgerlich, dass wir da so schlafen. Ich hätte gerne drei Punkte mitgenommen."

Rausch an die Latte

Die 17.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor wurden gut unterhalten - was vor allem an den furchtlosen Gastgebern lag. Die Lilien zeigten eine der besten Leistungen in dieser Saison und verpassten die frühe Führung durch Konstantin Rausch (5.) mit einem Freistoß an die Latte, Sandro Wagner (7.) sowie Peter Niemeyer (9.) jeweils knapp. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Die Passivität des HSV insbesondere in der Abwehr gefiel Labbadia naturgemäß überhaupt nicht. Und der 49-Jährige, der bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte auf Dennis Diekmeier, Aaron Hunt und Gojko Kacar verzichten musste, ließ das seine Akteure wissen. Lautstark gestikulierte er an der Seitenlinie, forderte mehr Robustheit und ein besseres Zweikampfverhalten. (Die Daten zum Spiel im Datencenter)

Die Hamburger Spieler taten ihrem Boss den Gefallen - zwar erst nach 20 Minuten, aber dafür konsequent. Der HSV besaß nun mehr Spielanteile und hatte die besseren Aktionen, wie etwa durch Marcelo Diaz (21.). Dessen abgefälschten Fernschuss konnte Darmstadts Keeper Christian Mathenia noch glänzend parieren, Lasoggas Elfmeter hingegen nicht.

Blitzstart durch Heller

In der Folge verwalteten die Gäste den Vorsprung ohne größere Mühe, weil das Tor die Darmstädter durchaus schockierte. Erst kurz vor der Halbzeit erspielten sich die Lilien Möglichkeiten zum Ausgleich, die beste davon vergab Niemeyer (43.).

Gedanklich war der HSV offenbar nach Wiederanpfiff noch in der Kabine - anders jedenfalls lässt es sich nicht erklären, dass Heller den Ausgleich aus fünf Metern unbewacht erzielen durfte. Zu einem "Hallo-Wach-Effekt" führte der Treffer auf Hamburger Seite aber nicht.

Immer wieder setzten sich die starken Heller und Rausch danach auf den Außenbahnen durch und sorgten mit scharfen Hereingaben für Gefahr. Der HSV hätte sich in dieser Phase über einen zweiten Gegentreffer nicht beschweren dürfen.

Torjäger Pierre-Michelle Lasogga haderte nach dem Spiel mit dem Remis: "Wir gehen das zweite Spiel in Folge mit 1:0 in Führung, gegen eine Mannschaft, gegen die wir einfach gewinnen müssen. Es ist ärgerlich, dass wir aus den letzten zwei Spielen nur mit einem Punkt dastehen, wo deutlich mehr drin war", sagte er bei Sky.

Lilien-Coach Schuster konnte mit dem Punkt dagegen "sehr gut leben. Wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in die Länderspielpause", sagte Schuster.

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