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Die Polizei trennt vor dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 die Fangruppen
Die Polizei trennt vor dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 die Fangruppen © Getty Images

Die Belastungsgrenze der Bundespolizei scheint erreicht. Der Gewerkschaftschef erklärt, man könne den Sicherheitsanforderungen für Fußballspiele kaum noch gerecht werden.

Die Belastung durch Fußballspiele lässt die Bundespolizei so langsam anscheinend an ihre Grenzen stoßen.

"Wir ziehen uns zunehmend aus diesem Aufgabenbereich zurück", sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, im Interview mit der Bild.

Konkret stehen an diesem Wochenende allein in Nordrhein-Westfalen mit den Derbys zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen sowie Borussia Dortmund und Schalke 04 gleich zwei so genannte "Hochrisiko-Spiele" auf dem Programm.

Durch den "allgemeinen Personalmangel bei der Bundespolizei" und die "verschärfte Situation aufgrund der Flüchtlingskrise" sei man mittlerweile aber nicht mehr in der Lage, diese Spiele ausreichend zu besetzen.

"Normalerweise müssten diese Spiele von drei Hundertschaften begleitet werden. Am Samstag und Sonntag können wir froh sein, wenn wir überhaupt eine zusammenbekommen", meinte Radek.

In der Folge müssten diese Aufgaben von der Landespolizei übernommen werden, die dann aber "an anderen Orten, wo sie eigentlich gebraucht wird, wieder fehlt. Das führt dazu, dass eigentlich überall viel zu schwache Kräfte an den Veranstaltungen dran sind."

Die von NRW für dieses Wochenende angeforderten Polizeikräfte könne man nach aktuellem Stand "nur zur Hälfte" zur Verfügung stellen, so Radek weiter.

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