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Hertha BSC Berlin - Press Conference
Ingo Schiller und Michael Preetz dürften sich über die aktuelle Entwicklung freuen © Getty Images

Die Berliner senken die Verbindlichkeiten auf 15,9 Millionen Euro. Der Wert bedeutet das beste Ergebnis der letzten Dekade. Zwei Hertha-Profis fallen von der Bühne.

Bundesligist Hertha BSC hat seine Verbindlichkeiten weiter abgebaut.

Der Wert sank bis zum 30. Juni 2015 auf 15,9 Millionen Euro und macht damit das beste Ergebnis der letzten Dekade aus. Im vergangenen Jahr lagen die Verbindlichkeiten noch bei 24,38 Millionen Euro. Geschäftsführer Ingo Schiller sprach von einem "historischen Tiefstwert".

"Wir wollten die zinstragenden Verbindlichkeiten auf null bringen. Das ist uns gelungen", sagte Schiller wenige Stunden vor der Mitgliederversammlung des Klubs und führte die gute Entwicklung auf den Einstieg des Investors KKR zurück. "Wir konnten die wirtschaftliche Basis neu legen und die Verbindlichkeiten auf diesen historischen Tiefstwert bringen. Außerdem können wir Mittel, die uns zufließen, leichter für neue Transfers einsetzen", so Schiller.

Der Finanzinvestor KKR hatte zu Beginn des Jahres 2014 beim Hauptstadt-Klub für gut 60 Millionen Euro knapp zehn Prozent der Anteile erstanden. Ein Großteil der Summe ist in das Eigenkapital des Vereins geflossen. Dieses liegt derzeit bei 21,37 Millionen Euro. Vor dem Einstieg des Investors gab der Klub sein Eigenkapital mit minus acht Millionen Euro an.

Für die abgelaufene Spielzeit 2014/15 verbuchte der Klub allerdings ein Minus von 7,6 Millionen Euro. Allein durch Abschreibungen auf Spielertransfers habe sich ein Verlust von 6,3 Millionen Euro ergeben, teilte Schiller mit. Insgesamt betrugen die Aufwendungen des Klubs in der Spielzeit 2014/15 96,1 Millionen Euro. Demgegenüber standen Erträge von 88,5 Millionen Euro.

Die größten Einnahmen erzielte der aktuelle Tabellenfünfte aus den Bereichen "Werbung und Handel" (25,9 Millionen Euro) sowie TV und Radio (24,1). Bei den TV-Einnahmen mahnte Schiller einen Zuwachs an: "Bei der Berechnung der TV-Tabelle lag für Hertha in der vergangenen Saison Platz 16 zugrunde. Das sollte in der laufenden Spielzeit auf jeden Fall verbessert werden."

Werner Gegenbauer strebt als Präsident unterdessen eine dritte Amtszeit an. Der Unternehmer will sich im Mai des kommenden Jahres in seinem Amt bestätigen lassen. "Ich denke, es ist besser, wenn für alle Klarheit herrscht", sagte Gegenbauer, als er am Montagabend auf der Mitgliederversammlung des Klubs seine Kandidatur bekannt gab. Der 65-Jährige war zunächst Aufsichtsratschef der Herthaner und ist seit dem Jahr 2008 Präsident.

Zu Beginn der Veranstaltung war die Mannschaft mit großem Applaus auf der Bühne begrüßt worden. Dabei kam es zu einem kleinen Zwischenfall, als Torwart Thomas Kraft und Stürmer Salomon Kalou in die Rückwand der Bühne fielen. "Ich hoffe, dass wir jetzt nicht noch zwei Verletzte mehr haben", scherzte Manager Michael Preetz. Beide Profis konnten unversehrt die Halle 10 des Messegeländes wieder verlassen.

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