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Schalke-Boss Clemens Tönnies fordert nach den Anschlägen von Paris Körperscanner in Bundesligastadien. Sicherheitsexperte Spahn weist bei SPORT1 auf ein Problem hin.

Nach den Terroranschlägen von Paris hat sich Aufsichtsratschef Clemens Tönnies von Schalke 04 für Körperscanner in Bundesligastadien ausgesprochen.

Tönnies forderte in der Bild: "Die Einlasskontrollen an den Stadien müssen weiter intensiviert, mit Durchgangs-Scannern technisch optimiert werden. Auch alle Fans sind nun gefordert, müssen vor und in den Stadien aufmerksamer sein."

Auch Bayer Leverkusens früherer Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ist für Scanner wie zum Beispiel an Flughäfen: "Ich halte, gerade nach Paris, Körperscanner in den Stadien für unabdingbar. Sie sind eine große Hilfe für Ordner, Vereine und Zuschauer. Am besten wären zwei Stück pro Eingang."

Ein Körperscanner kostet laut Bild rund 150.000 Euro. Bei einer Einführung würden damit Kosten in Millionenhöhe auf die Vereine zukommen.

Sicherheitsexperte Helmut Spahn zweifelt bei SPORT1 aber an der Durchführbarkeit von Kontrollen mit Körperscannern. "Sicherheitsmaßnahmen wie am Flughafen sind im Stadion nicht umsetzbar. Da muss man in eineinhalb Stunden 50.00 bis 60.000 ins Stadion bringen."

Für den 54-Jährigen, einst Sicherheitschef der WM 2006 in Deutschland und bis 2011 Sicherheitsbeauftragter des DFB, sind die Sicherheitsmaßnahmen "hier in Deutschland - für eine Sportveranstaltung - weltweit gesehen auf einem Niveau, das on top ist. Deshalb können sich die Fans auch sicher fühlen, ins Stadion zu gehen. Ein Restrisiko wird immer bleibeb - das ist aber auch in anderen Lebensbereichen so."

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