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Das Karnevalstrikot des 1. FC Köln
Das Karnevalstrikot des 1. FC Köln © twitter.com/fckoeln

Wegen der Terroranschläge in Paris wird der 1. FC Köln gegen Mainz 05 nicht wie zunächst geplant in seinen speziellen Karnevalstrikots auflaufen. Trotzdem wolle man feiern.

Als Reaktion auf die Terroranschläge in Paris am Freitag verzichtet der 1. FC Köln im "Karnevalsderby" gegen den FSV Mainz 05 (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) am Samstag auf das Tragen seiner neuen Karnevalstrikots.

Dies teilte der FC am Dienstag mit, ursprünglich hatten die Rheinländer in den extra entworfenen Trikots unter dem Motto "Die Roten Funken von Müngersdorf" auflaufen wollen.

"Wir werden uns durch Terror und Gewalt von dieser Lebensweise nicht abbringen lassen, am Samstag selbstverständlich Fußball spielen und in dieser Session Karneval feiern. Doch die besondere Kombination aus dem Trikot und Gedenken wäre der Situation nicht gerecht geworden", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Bangen um Hector

Zudem bangen die Rheinländer um Nationalspieler Jonas Hector.

Der 25 Jahre alte Linksverteidiger laboriert an einer Oberschenkelprellung, über seinen Einsatz soll kurzfristig entscheiden werden.

"Am Donnerstag oder Freitag werden wir wissen, ob es funktioniert oder nicht", sagte Trainer Peter Stöger.

Stöger will das Leben genießen

Hector war im von den Terroranschlägen überschatteten Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in Frankreich (0:2) bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt worden.

Wegen seiner Blessur reiste er anschließend als einer von sechs Spielern vorzeitig ab und stand nicht im Aufgebot für das Länderspiel gegen die Niederlande in Hannover am Dienstag.

Stöger äußerte sich derweil auch zu den Paris-Attentaten.

"Wenn ich auf dem Trainingsplatz stehe, dann mache ich meinen Job. Wenn man allerdings eine ruhige Minute hat und die Nachrichten liest, dann denkt man mehr darüber nach, was passiert ist. Auf der anderen Seite geht es darum, die Dinge zu genießen, die das Leben bietet. Und da ist der Sport schon ganz vorne dabei", sagte der Österreicher.

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