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Martin Kind ist Präsident von Hannover 96
Martin Kind ist Präsident von Hannover 96 © Getty Images

München und Hannover - Hannovers Präsident hält bei SPORT1 eine Umsetzung des Ausschlusses der Bundesliga-Werksklubs aus der Verteilung der Fernsehgelder für rechtlich nicht umsetzbar.

Der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, hält einen Ausschluss der vier Bundesligisten VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und 1899 Hoffenheim von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernsehvermarktung sowie der Gruppenvermarktung nicht für realistisch.

"Das ist ein unüberlegter Antrag ohne die Probleme und Auswirkungen wirklich zu Ende zu überlegen. Rechtlich geht es nach unserer Einschätzung sowieso nicht. Alle Vereine haben eine Lizenz, sind Gesellschafter der DFL. Ich weiß nicht, wie man die davon ausnehmen will", erklärte Kind bei SPORT1.

Zweitligist FC St. Pauli soll nach einem Bericht des kicker einen entsprechenden Antrag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) gestellt haben. Ein offizielles Statement des Vereins gibt es bisher nicht, und wird es voraussichtlich auch am Montag nicht geben, erklärte Medienchef Christoph Pieper auf SPORT1-Nachfrage.

Hannover erst später betroffen

Sollte dem Hamburger Vorschlag dennoch stattgegeben werden, drohen laut Kind weitreichende Konsequenzen.

"Schlimmer in den Auswirkungen wäre, dass die Zentralvermarktung nicht mehr möglich wäre. Es würde dann zur Einzelvermarktung kommen. Es würde Gewinner geben, extrem Bayern München, und es würde Verlierer geben. Das wäre insbesondere die Zweite Liga, die kaum noch Chancen hat, sich selbst zu vermarkten", fügte der 71-Jährige hinzu.

Hannover wäre ohnehin erst ab 2017 bedroht, da es nach dem Engagement von Präsident und Unternehmer Kind über dann 20 Jahre von der 50+1-Regel auf entsprechenden Antrag hin ausgenommen werden kann.

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