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München - Spaß, Pep und Fokus: Die Spieler des FC Bayern sehen verschiedene Gründe für ihre Dominanz. Thomas Müller verweist auf ein Gefühl, das auch jeder Amateur kenne.

Der FC Bayern rauscht in dieser Saison von Sieg zu Sieg und brennt dabei regelmäßig Offensiv-Feuerwerke ab.

Das ist erst am Dienstag wieder zu bestaunen gewesen, als die Münchner in der Champions League Olympiakos Piräus mit 4:0 aus der eigenen Arena schossen - mit fünf Stürmern in der Startelf.

Was viele Gegner mittlerweile in einer Mischung aus Frust und Trotz über sich ergehen lassen, ist für die Bayern-Spieler selbst die pure Freude.

"Uns macht der Fußball Spaß"

Das Wort "Spaß" fällt entsprechend häufig, wenn die Profis ihre derzeitige Dominanz in Deutschland und Europa zu erklären versuchen.

"Wenn du auf dem Rasen stehst, macht das Spaß. Da musst du versuchen, alles zu genießen", sagt etwa Arjen Robben, der rechte Flügelflitzer der Bayern, vor dem Spiel gegen Hertha BSC (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Ähnlich sieht es Sturm-Kollege Thomas Müller, ohnehin ja die Stimmungskanone im Team: "Uns macht der Fußball Spaß."

Den hat nach eigenem Bekunden selbst Torwart Manuel Neuer. Der ist zwar immer mit dabei, kann aber aufgrund der Überlegenheit seiner Kollegen auf dem Feld nur selten das tun, was er am liebsten macht - nämlich Bälle fangen.

Dennoch mache es "viel Spaß", sagt Neuer und schiebt hinterher: "Gerade wenn man erfolgreich ist, ist man happy, dass man auf dem Platz steht."

Erfolgsfaktor Trainer

Der Erfolg - da sind sie sich ebenfalls einig - ist natürlich auch eng mit dem Namen des Trainers verbunden.

"Wir wissen genau, was Pep Guardiola für eine Philosophie hat. Da wir schon so lange mit ihm zusammen arbeiten, greifen auch die Automatismen schneller", sagt Neuer. Und Kapitän Philipp Lahm unterstreicht: "Der Trainer weiß ganz genau, wie er die Spieler einsetzt."

Guardiola weiß offensichtlich auch, wie er die Spieler dazu bringt, sich während der 90 Minuten ausschließlich auf ihren Job zu fokussieren.

"Das kennt jeder Amateurspieler"

"Du musst immer konzentriert bleiben, weil du nie weißt, wann du den Ball bekommst", sagt Stürmerstar Robert Lewandowski und verweist auf sein 2:0 gegen Piräus, als ein Weitschuss von Kingsley Coman zufällig bei ihm landete, er die Situation blitzschnell erfasste und den Ball mit einer Bewegung annahm und ins Tor drosch.

Müller drückt das mit der Konzentration übrigen so aus: "Sobald der Schiedsrichter angepfiffen hat, denkt man nicht mehr so viel nach. Dann ist der Alltag weg, dann spielt man Fußball. Das kennt bestimmt auch jeder Amateurspieler."

Diese Lust am Spiel, gepaart mit der von Guardiola implementierten Professionalität, macht sie also aus: Die Über-Bayern.

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