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Die Spieler von Eintracht Frankfurt versuchen ihre Fans zu beruhigen
Die Spieler von Eintracht Frankfurt versuchen ihre Fans zu beruhigen © Getty Images

Nach den Fan-Auschreitungen gegen Darmstadt geht die Eintracht mit den Hooligans hart ins Gericht. Der Vorstand spricht von "Überschreitung einer roten Linie".

Vorstandsmitglied Axel Hellmann ist mit den Hooligans von Eintracht Frankfurt hart ins Gericht gegangen. "Eine rote Linie wurde überschritten", sagte der 44-Jährige der Bild und meinte: "Vor allem bei Feuer im Block muss man an dem Verstand dieser Leute zweifeln. Ein Irrsinn!"

Hellmann hält aber trotzdem nichts vom kollektiven Ausschluss der Randalierer-Gruppen. "Es ist irrig zu glauben, dass ein Verbot das Problem löst. Wir können nur ständig an der Einsicht arbeiten und Einzeltäter bestrafen", äußerte er.

In den Schlussminuten des Derbys zwischen den kriselnden Frankfurtern und Aufsteiger Darmstadt 98 (0:1) am Sonntagabend hatten Eintracht-Anhänger im eigenen Block Darmstädter Fahnen verbrannt.

Nach dem Abpfiff waren etliche Vermummte in den Innenraum gestürmt. Ein massives Polizeiaufgebot hatte einen drohenden Platzsturm verhindert. Einige Profis der Gastgeber wie Marc Stendera und Bastian Oczipka hatten sich den aufgebrachten Fans gestellt und ihnen Rede und Antwort gestanden. 

Der Kontrollausschuss des DFB hatte am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen die Eintracht eröffnet. Der Klub muss sich nun in einer Stellungnahme zu den Vorfällen äußern. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, konnte der DFB am Dienstag auf SID-Anfrage noch nicht sagen.

Allerdings müssen die Frankfurter als "Wiederholungstäter" eine drakonische Strafe befürchten. Im vergangenen Jahr hatte die Eintracht wegen verschiedenster Vergehen von Problemfans (u.a. Abbrennen von Pyrotechnik) insgesamt über 250.000 Euro an Geldstrafen zahlen müssen - und war damit Spitzenreiter in dieser Kategorie.

2011 hatte ein Plakat mit der Aufschrift "Deutscher Randale-Meister" im Block des Traditionsvereins für Unmut gesorgt.  

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