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FBL-GER-BUNDESLIGA-LEVERKUSEN-MOENCHENGLADBACH
Javier Hernandez startete seine Profikarriere 2005 beim ehemaligen mexikanischen Fußballverein Chivas Coras © Getty Images

Ingolstadt - Bayer Leverkusen schließt eine durchwachsene Hinrunde mit einem 1:0 in Ingolstadt versöhnlich ab. Im Mittelpunkt steht erneut Torjäger Chicharito.

Javier "Chicharito" Hernandez blüht im Bayer-Trikot so richtig auf. Die "kleine Erbse" hat 2015 vermutlich die beste Hinrunde seiner Karriere hingelegt.

In seinen ersten 14 Bundesligaspielen für Leverkusen erzielte der Mexikaner elf Tore. So viele gelangen zuletzt Marek Mintal in seiner Premierenspielzeit für den 1. FC Nürnberg im Jahr 2004.

Zudem besticht der ehemalige Angreifer von Real Madrid und Manchester United mit Effektivität. Beim 1:0-Sieg der Werkself beim FC Ingolstadt traf der Neueinkauf mit seinem einzigen Torschuss.

Bayer-Geschäftsführer Michael Schade geriet regelrecht ins Schwärmen, als die Rede auf Chicharito kam.

"Großartig. Man mag sich ein Spiel ohne ihn gar nicht mehr vorstellen - auch nicht, wo wir ohne seine Tore in der Tabelle stehen würden. Er ist fast unsere Lebensversicherung", betonte Schade nach dem Sieg bei den "Schanzern".

"So einen Transfer erträumt man sich"

Wieder einmal war es der 27 Jahre alte Mexikaner, der die Werkself mit seinem Treffer in der 73. Minute zum Sieg schoss und so für ein "einigermaßen zufriedenstellendes Ende" (Schade) einer durchwachsenen Hinrunde sorgte.

"So einen Transfer erträumt man sich, aber erwarten kann man das nicht", fügte der Bayer-Boss stolz an.

Chicharito Hinrundenstatistik
Chicharito glänzt in der Hinrunde im Bayer-Trikot © SPORT1

Ohne Hernandez nur Zwölfter

Wenn man die Punkte abzieht, die das Team von Roger Schmidt durch Chicharitos Treffer ergattert hat, stünde Bayer statt bei 27 bei 19 Zählern und mit Platz zwölf deutlich weiter hinten in der Tabelle.

So sehr Chicharito jedoch als Torschütze glänzt, sind Vorlagen eher nicht so sein Ding. Kein einziger Assist steht bisher in der Bundesliga zu Buche.

Der Angreifer wechselte im Sommer in letzter Minute von Manchester United zur Werkself und übertraf bisher alle Erwartungen. "Er hat eine herausragende Quote. Er steht eben im richtigen Moment an der richtigen Stelle", lobte Bayer-Coach Roger Schmidt seinen quirligen Angreifer und stellte besonders dessen "Coolness" heraus.

"Er hat einfach ein Näschen"

Dabei war von Chicharito in Ingolstadt lange wenig zu sehen, bevor er nach einem Konter eiskalt zuschlug. Das nötigte auch Sturmkollege Stefan Kießling großen Respekt ab: "Er hat einfach ein Näschen. Es ist wichtig, wenn du so einen hast."

Der Matchwinner selbst wollte dies alles nicht überbewerten. "Das ist ein gutes Gefühl, aber wichtig ist, dass wir drei Punkte geholt haben und wieder an den Champions-League-Plätzen dran sind", sagte er cool.

Nach dem Aus in der Königsklasse geht Bayer dank der wichtigen Siege in der Liga in Ingolstadt und gegen Gladbach (5:0) sowie dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale nun "mit einem guten Gefühl in die Pause", wie Schmidt erleichtert anmerkte.

Dies trifft auch auf Kießling zu, der in den vergangenen eineinhalb Wochen noch einmal eindrucksvoll zeigte, warum ihn Sportdirektor Rudi Völler im Winter unter keinen Umständen abgeben möchte. Auch in Ingolstadt rackerte der 31-Jährige an Chicharitos Seite unermüdlich.

Große Hoffnung aufs Duo Kießling/Chicharito

Kießling und Chicharito machen Bayer rechtzeitig zum bevorstehenden Weihnachtsfest so richtig froh.     

Die Wechselabsichten von Kießling, der in Leverkusen längst Kultstatus genießt, sind auch längst ad acta gelegt. Er werde nach der Winterpause "Gas geben", und er hoffe, "dass es besser als in der Hinrunde läuft".

Davon geht Schade aus, der große Hoffnung in das Duo Chicharito/Kießling setzt: "Wir werden noch viel Freude an beiden haben."

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