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München - Geschäftsführer Harald Gärtner sieht bei SPORT1 Bayerns angebliche Spionage gelassen. Es zeige den Respekt für sein Team. Trainer Hasenhüttl nimmt den Vorfall ernst.

Harald Gärtner musste schmunzeln. "Es bleibt alles so, wie es ist", sagte der Geschäftsführer des FC Ingolstadt im Gespräch mit SPORT1. "Ich habe niemanden gesehen und durch diese Geschichte merken wir, dass uns als Verein sehr viel Respekt entgegen gebracht wird."

Nach der 0:2-Niederlage der "Schanzer" beim FC Bayern am vergangenen Samstag witterte Gäste-Coach Ralph Hasenhüttl Spionage.

Der FCI-Coach glaubte, dass die Münchner das nicht-öffentliche Abschlusstraining des Aufsteigers beobachteten.

"Akribie der Gegner"

"Wenn man uns beim Training zuschaut und mitkriegen will, wie wir auf dem Platz arbeiten. Dann zeigt die Akribie der Gegner, wie es in der Bundesliga vor sich geht", meinte Gärtner nur. Von Spionage will der 47-Jährige aber nicht reden. "Das Wort wird im Fußball viel zu hoch gehängt. Ich denke, dass man alles dafür tut am Wochenende erfolgreich zu sein und dass jeder Verein alles ausschöpft, um am Spieltag einen Vorteil auf dem Platz zu haben."

Gärtner könne ohnehin nicht sagen, ob wirklich jemand vom FCB da war. "Ich war nicht vor Ort und weiß nicht, ob Jemand da war. Ich habe nur gehört, dass darüber gesprochen wurde. Wie Ralph schon sagte, haben wir noch die Möglichkeit ins Stadion zu gehen und alles zuzumachen."

Wenn man sich dann ein Training anschauen wolle, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, "dann kann man das versuchen", so Gärtner, "man kann doch nur davon lernen, wenn man noch akribischer in der Vorbereitung auf ein Spiel vorgehen muss, um erfolgreich zu sein."

Hasenhüttl ärgert sich

Hasenhüttl  hatte es nicht ganz so locker wie Gärtner genommen. "Wir haben uns im Training viel zurechtgelegt, gerade was Freistöße angeht. Doch das war beim Gegner alles bekannt. Die Jungs von Bayern haben das alles gewusst - obwohl wir unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert haben", wurde der 48-Jährige in der Bild zitiert.

Auf dem Trainingsgelände der Ingolstädter gibt es lediglich eine 1,80 Meter hohe Sichtbegrenzung.

"Uns fehlt die Manpower, um den Platz noch besser abzuschirmen. Uns bleibt nicht viel anderes übrig, als demnächst ins Stadion zu gehen", hatte Hasenhüttl erklärt.

Bereits im Vorfeld der Partie beim deutschen Rekordmeister habe er von der Auskundschaftung durch die Münchner Wind bekommen: "Wir wussten schon vor dem Anpfiff, dass Bayern unsere Pläne kannte", meinte der Österreicher.

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