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Tim Borowski hat Verständnis für Marwin Hitz © Getty Images/SPORT1

Ex-Profi Tim Borowski bezeichnet das Zertreten des Elferpunkts von Marwin Hitz als clever. Kölns Manager Schmadtke verurteilt die Aktion und ist sauer auf die Augsburger.

Ex-Profi Tim Borowski hat Torhüter Marwin Hitz vom FC Augsburg für dessen Aktion vor dem Elfmeter von Anthony Modeste in Schutz genommen.

"Mir ist soetwas aus dem Bereich Kuriositäten lieber, statt wenn jemand versucht mit einer Schwalbe einen Elfmeter herauszuholen", sagte der 35-Jährige bei SPORT1.fm.

Das Zertreten des Elfmeterpunkts sei zwar aus sportlicher Sicht nicht fair, "aber man sollte es trotzdem zulassen", sagte Borowski. "Wir können darüber schmunzeln und im Grunde war es eine clevere Aktion."

Hitz hatte beim 1:0-Sieg der Augsburger vor einem Strafstoß für den 1. FC Köln den Elfmeterpunkt mit seinen Stollenschuhen intensiv bearbeitet. Daraufhin scheiterte Kölns Stürmer Anthony Modeste, der bei der Ausführung des Elfers wegrutschte, an Hitz.

Schmadtke kritisiert Hitz' Verhalten

Kölns Manager Jörg Schmadtke hat hingegen das Verhalten des Keepers mit deutlichen Worten verurteilt.

"Es ist eine grobe Unsportlichkeit, die dort begangen wurde. Die Bilder haben eine drastische Wirkung, der Fußball gibt kein schönes Bild ab", sagte der 51-Jährige bei Sky90.

Schmadtke stießen vor allem die Reaktionen der Augsburger sauer auf. "Man kann das nicht damit rechtfertigen, dass der Elfmeter eine Fehlentscheidung war. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun", sagte der ehemalige Torhüter.

Von möglichen Konsequenzen für Hitz würde Schmadtke indes absehen: "Ich würde das bei allem Ärger für falsch halten, wenn die Liga da eingreifen und ihn bestrafen würde."

Hitz entschuldigt sich

Bis der Rasen an der entsprechenden Stelle ausgebessert wird, werde es laut Schmadtke noch ein bisschen dauern. "Es gibt ein tiefes Loch", fügte er schmunzelnd hinzu.

Hitz hatte sich am Sonntag bereits öffentlich für seine Aktion entschuldigt. "Ich möchte mich für meine Aktion vor dem Elfmeter entschuldigen. Das war nicht ok & kommt nicht mehr vor", schrieb der Schweizer bei Instagram.

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