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Der DFB hat in der "Eierkopp-Affäre" die Ermittlungen gegen Kölns Sportdirektor Jörg Schmadtke aufgenommen. Dem ehemaligen Keeper droht nun eine Geldstrafe.

In der "Eierkopp-Affäre" hat der DFB Jörg Schmadtke zu einer Stellungnahme aufgefordert. Gegenüber dem Express bestätigte DFB-Chefermittler Anton Anreiner: "Selbstverständlich gehen wir der Sache nach. Herr Schmadtke wird zu einer Stellungnahme aufgefordert."  

Der Sportdirektor des 1. FC Köln war am vergangenen Samstag während des Spiels bei Werder Bremen (1:1) nach einer Beleidigung gegen Schiedsrichter Guido Winkmann auf die Tribüne verwiesen worden.

Schmadtke störte sich nach eigenen Angaben daran, dass sich der Unparteiische nach einem Strafstoß-Pfiff gegen die Rheinländer anders als kurz zuvor bei einer Eckball-Entscheidung nicht bei den beteiligten Profis rückversichert hatte und nannte Winkmann deswegen "Eierkopp". Als wahrscheinlich gilt eine Geldstrafe.

Derweil bekommt Schmadtke Unterstützung vom Kölner Karnevalsverein "Löstije Eierköpp vun 2010". Der 51-Jährige wurde zum "Eierkopp ehrenhalber" auserkoren. "Hiermit bestätigen wir Ihnen, dass "Eierkopp" keine Beleidigung, sondern – im Gegenteil – sogar eine Auszeichnung ist", schreibt Daniel Strücker, Präsident der  Eierköpp, in einem Fax an Schmadtke, das auch Express vorliegt.

Die Vereinsmitglieder sehen sich als "Freunde des frotzelnden Frohsinns und des neckenden Umgangs miteinander, der im Wort Eierkopp seinen Widerklang findet".

Schmadtke jedenfalls fühlt sich von der Ehrung nicht beleidigt. Der Brief sei sehr "nett formuliert". "Ich werde auf jeden Fall darauf reagieren." Ob er den Titel annimmt, ließ er aber noch offen.

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