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München - Bayern-Star Douglas Costa spricht bei SPORT1 über sein Leistungshoch, die kuriosen Anfänge seiner Profi-Karriere und huldigt Pep Guardiola und Thomas Müller.

Von Christian Ortlepp, Andre Lemmer und Eugen Zimmermann

30 Millionen Euro waren dem FC Bayern vor der Saison die Dienste von Douglas Costa wert - und viele fragten sich: 30 Millionen für einen weitgehend unbekannten Brasilianer von Schachtjor Donezk?

Selbst die größten Skeptiker hat der 25 Jahre alte Flügelflitzer im Eiltempo von seinen Qualitäten überzeugt.

Bei SPORT1 (das ganze Interview ab 18.30 Uhr im TV in Bundesliga Aktuell) erklärt der pfeilschnelle Linksfuß sein Leistungshoch, die gewaltigen Unterschiede zwischen Donezk und München, lobt Pep Guardiola sowie Thomas Müller und erzählt von den kuriosen Anfängen seiner Profi-Karriere.

Douglas Costa im SPORT1-Interview über...

seine starke Anfangszeit beim FC Bayern:

"Ich wurde beim FC Bayern exzellent aufgenommen. Von den Fans, von den Spielern, vom Trainer, vom ganzen Verein. Nach kurzer Zeit haben alle gesehen, dass ich das Potenzial habe, um beim FC Bayern zu bestehen. Das alles zusammen, das alles zu spüren - deshalb kann ich beim FC Bayern so Fußball spielen, wie ich es aktuell zeige."

Pep Guardiola und Douglas Costa im Gespräch
Pep Guardiola (r.) ist für Douglas Costa "der beste Trainer der Welt" © Getty Images

Pep Guardiola:

"Jeder Tag, den ich mit Pep Guardiola verbringen darf, ist lehrreich für mich. Wenn ich an seiner Seite bin, versuche ich täglich, etwas Neues zu erlernen. Pep Guardiola ist der beste Trainer der Welt. Die Kommunikation mit ihm ist super, es hat von der ersten Minute an überhaupt keine Probleme gegeben. Es ist wirklich super, mit ihm arbeiten zu dürfen."

das Leben in München:

"Ich hatte mit dem Wetter zu keiner Sekunde ein Problem. In der Ukraine war es viel kälter. Ich fühle mich in Deutschland, in München sehr, sehr wohl. Sicherlich sind die Menschen in Brasilien ein bisschen anders als hier. Von der Mentalität, von der Lebenseinstellung. Aber die Wärme, die Lebensfreude, die jeder Brasilianer hat, die spüre ich hier auch. Die Menschen in München sind fantastisch. Vor allem das Oktoberfest hat mich unglaublich beeindruckt, das war eine tolle neue Erfahrung."

Douglas Costa gegen Marcel Schmelzer
Für Schachtjor Donezk bestritt Douglas Costa (l.) zwischen 2010 und 2015 über 200 Pflichtspiele © Getty Images

die Unterschiede zwischen Schachtjor und Bayern:

"In der Ukraine habe ich mich sehr wohl gefühlt, aber in der Relation zu den sportlichen Zielen oder Aussichten, jetzt im Vergleich zum FC Bayern München, muss ich klar sagen: Ich habe in fünf Monaten FC Bayern mehr gelernt als in fünf Jahren bei Donezk. Das ist surreal. Das ist unglaublich."

die Stimmung im Team:

"Es gibt beim FC Bayern nicht diese Rivalität, wer auf dem Platz steht. Es ist irgendwie nicht wichtig, da ich noch nie so eine Team-Harmonie gespürt habe wie hier. Egal ob Thomas, Franck oder ich spielen: Es geht hier einzig und alleine um den Erfolg für den Verein, für den größten Klub der Welt: Bayern München. Der FCB ist super aufgestellt."

Thomas Müller:

"Thomas Müller ist ein Matador. Kann man das so sagen? (lacht) Er macht ständig Tore, er gibt ständig Torvorlagen. Er ist ein Freigeist, ein ganz kreativer Spieler. Ein super Typ."

Douglas Costa und Neymar jubeln für Brasilien
Bei der Copa America gelang Costa (l.) im Juni sein erstes Länderspieltor für Brasilien © Getty Images

die Anfänge seiner Karriere:

"Ich hatte eigentlich nie den Traum, Fußball-Profi zu werden. Ich habe mit neun Jahren angefangen, Fußball zu spielen. Es war vielmehr die große Leidenschaft meines Vaters, der leider nicht Profi werden konnte. Das hat mich angespornt und angetrieben. Deshalb habe ich es mir dann in den Kopf gesetzt, dass ich doch Fußball-Profi werden wollte. Es war eine Erfüllung für mich und meinen Vater, als ich es geschafft habe. Und wir beide sind jetzt sehr glücklich mit dieser Entwicklung."

sein Debüt im brasilianischen Nationalteam:

"Es war für mich einfach unglaublich, als ich von der Nominierung erfahren habe. Das war der Wahnsinn. Jedes Kind in Brasilien träumt davon, einmal für die Selecao spielen zu dürfen. Da ist ein Traum in Erfüllung gegangen."

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